24 March 2026, 16:20

AfD einigt sich mit umstrittenem Funktionär Kevin Dorow auf Rücktrittskompromiss

Eine Zeichnung von roten Figuren auf einem blauen Gridiron mit der Bezeichnung "Republikaner" und wütenden Gesichtern und erhobenen Armen, begleitet von schwarzer Schrift.

AfD einigt sich mit umstrittenem Funktionär Kevin Dorow auf Rücktrittskompromiss

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich mit Kevin Dorow, einer umstrittenen Figur innerhalb der Partei, auf einen Kompromiss geeinigt. Demzufolge wird Dorow von allen seinen Ämtern in der AfD sowie in deren Jugendorganisation, Generation Deutschland (GD), zurücktreten. Die Einigung folgt auf Vorwürfe, die ihn mit Äußerungen in Verbindung brachten, die eine gewisse Sympathie für den Nationalsozialismus erkennen ließen.

Der Bundesvorstand der Partei hatte zunächst ein Parteiausschlussverfahren in Erwägung gezogen, dieses jedoch später in einer einstimmigen Abstimmung fallen gelassen.

Dorow bekleidete vor seinem Rücktritt mehrere Positionen: Er war Mitglied im Bundesvorstand von Generation Deutschland, Vorstandsmitglied des AfD-Landesverbands Schleswig-Holstein sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei im Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Sein Rückzug umfasst alle diese Funktionen als Teil der vereinbarten Lösung.

Der Konflikt war entstanden, als die Bundesführung der AfD Dorow vorwarf, in vier Aussagen eine Nähe zum Nationalsozialismus gezeigt zu haben. Die Partei betonte, sie wolle mit solchen Ansichten nichts zu tun haben. Daraufhin beantragte die AfD vor dem Landesschiedsgericht Schleswig-Holstein ein zweijähriges Verbot für Dorow, Parteifunktionen auszuüben.

Trotz der Vorwürfe stimmte der Bundesvorstand einstimmig gegen einen Ausschluss. Stattdessen nahm man Dorows Rücktritt von allen Ämtern an, wodurch er jedoch Parteimitglied bleibt. Dorow begrüßte die Entscheidung und bezeichnete sie als faire Lösung.

Die Reaktionen innerhalb der Partei fielen unterschiedlich aus. Jean-Pascal Hohm, Bundesvorsitzender von Generation Deutschland, hielt die disziplinarischen Maßnahmen für überzogen, unterstützte aber den Kompromiss. Gleichzeitig kritisierten gewählte AfD-Politiker, darunter das Bundesvorstandsmitglied Kay Gottschalk, die ursprünglichen Ausschlusspläne. Gottschalk gab zu, sein ursprüngliches Einverständnis zu bereuen, und kündigte an, die Angelegenheit erneut zu prüfen. Andere Parteifunktionäre äußerten ebenfalls deutliche Vorbehalte gegen das Verfahren.

Der Kompromiss wurde als Zeichen der Zusammenarbeit zwischen AfD und Generation Deutschland dargestellt. Beide Seiten betonten ihre Bereitschaft, künftig gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Mit Dorows Rückzug aus allen Partei- und Jugendfunktionen ist der Konflikt – vorerst – beigelegt. Das beantragte zweijährige Amtsverbot wird weiterhin vom Landesschiedsgericht geprüft. Die AfD hält unterdessen an ihrer Haltung fest, jede Verbindung zu nationalsozialistischem Gedankengut abzulehnen.

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Das Ergebnis spiegelt die inneren Spannungen der Partei wider: Während einige Mitglieder den Kompromiss begrüßen, stellen andere das disziplinarische Vorgehen weiterhin infrage.

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