AfD in Sachsen-Anhalt zerrissen: Mitglieder fordern außerordentliche Parteiversammlung vor der Wahl 2026
George BenthinAfD in Sachsen-Anhalt zerrissen: Mitglieder fordern außerordentliche Parteiversammlung vor der Wahl 2026
Rund 150 Mitglieder des Landesverbands Sachsen-Anhalt der AfD haben einen Antrag unterzeichnet, der eine außerordentliche Parteiversammlung fordert. Der Vorstoß spiegelt die wachsenden Spannungen innerhalb der Partei wider und zielt auf mehr Transparenz im Vorfeld der Wahlen 2026 ab.
In dem Antrag wird eine offene Debatte über aktuelle Vorwürfe sowie die Einrichtung eines Ethikausschusses gefordert. Befürworter argumentieren, dies würde helfen, interne Konflikte beizulegen und die Strategie der Partei zu vereinen. Zudem sollen klarere Regeln für Stellen in Fraktionen und Abgeordnetenbüros geschaffen werden.
Eine solche Versammlung könnte die Verantwortlichkeiten klären und den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund stärken, so die Unterzeichner. Allerdings erfordert die Einberufung die Zustimmung von mindestens vier Kreisverbänden – bloße Unterschriften reichen nicht aus.
Der Druck auf die AfD in Sachsen-Anhalt wächst derweil. Einige Mitglieder halten einen Ethikausschuss für notwendig, um die Glaubwürdigkeit der Partei wiederherzustellen und sie vor der nächsten Wahl zu stabilisieren.
Der Antrag offenbart tiefe Gräben innerhalb des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt. Wird die Versammlung genehmigt, soll sie interne Streitigkeiten bereinigen und neue Maßstäbe für die Parteiführung setzen. Das Ergebnis könnte den Kurs der AfD für die Wahlen 2026 prägen.






