"An den Kürbis": Wiesbadens skurriles Suppenfest mit Gesang und kulinarischem Austausch
"An den Kürbis": Wiesbadens skurriles Suppenfest mit Gesang und kulinarischem Austausch
Kleines, aber lebendiges Publikum beim Wiesbadener Kürbissuppenfest der Wiesbadener Volksbank
Am Samstagmorgen versammelte sich in Wiesbaden eine kleine, aber lebhafte Gruppe zum jährlichen Kürbissuppenfest der Wiesbadener Volksbank. Die Veranstaltung im Wiesbadener Haus der Kunst drehte sich um eine imposante Kürbisskulptur und eine verspielte Abwandlung von Beethovens "An die Freude" – nun umgetauft in "An den Kürbis"*.
Die Kürbisskulptur des Festivals entstand erstmals 2004 während des Wiesbadener "Kunstsommers" auf dem Gelände der Dern'schen Anlage. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich durch organisches Wachstum und künstlerische Gestaltung zu einem bewussten Spannungsfeld zwischen Natur und menschlichem Schaffen. Nach dem Wunsch der Anwohner nach einem zugänglicheren Standort wurde das Werk schließlich neben den Wochenmarkt verlegt, wo das Haus der Kunst seitdem das Fest ausrichtet.
In diesem Jahr galt eine einfache, aber charmante Regel: Wer eine Schale der gespendeten Suppe erhalten wollte, musste "An den Kürbis" singen. Die von dem Künstler Volker Kutscher verfassten Zeilen verwandelten die klassische Melodie in eine heitere Hommage an den Kürbis. Während die Gäste sangen, tauschten sie auch Kürbisrezepte aus – mit Zutaten wie Orangensaft, Kokosmilch, frischen Kräutern oder sogar Riesling und Champagner.
Das Prinzip des "Gebens und Nehmens" beschränkte sich jedoch nicht auf die Musik. In den vergangenen zwei Jahren hat das Haus der Kunst sein kulturelles Angebot erweitert, darunter die Ausstellung "Kunst und Natur" (März–Juni 2024) mit Werken regionaler Künstler, die "Sommerkonzertreihe" mit lokalen Musikern (Juli–August 2025) sowie die Workshop-Reihe "Kulturwochenende" zur zeitgenössischen Kunst (Oktober 2025).
Rund zwei Dutzend Besucher nahmen in diesem Jahr am Fest teil, genossen Suppe, Gesang und den Austausch von Kürbisrezepte. Die Veranstaltung unterstrich nicht nur die künstlerische und natürliche Doppeldeutigkeit der Kürbisskulptur, sondern festigte auch die Rolle des Hauses der Kunst als lebendiger Treffpunkt für Gemeinschaft und Kreativität in Wiesbaden.
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