Apotheker protestieren gegen fehlende Anerkennung trotz Milliardenüberschuss der Krankenkassen
Apotheker protestieren gegen fehlende Anerkennung trotz Milliardenüberschuss der Krankenkassen
Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet 2022 Überschuss von 3,5 Milliarden Euro – Apotheker fühlen sich übergangen
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland verzeichnete 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro, doch Apotheker kritisieren, dass ihre Rolle bei der Erwirtschaftung dieses Überschusses nicht angemessen gewürdigt werde. Frank-Martin Welzig, Apothekeninhaber, hat die Politik öffentlich scharf angegriffen und die fehlende Kompensation sowie mangelnde Anerkennung als "inakzeptabel" bezeichnet.
In einem Schreiben an Gesundheitsministerin Nina Warken (parteilos) äußerte Welzig seine Verärgerung über die zusätzliche Arbeitsbelastung und die Unzufriedenheit der Patienten, die durch Rabattverträge und häufige Medikamentenwechsel verursacht würden. Er argumentiert, dass Apotheken durch diese kostensparenden Maßnahmen direkt zum Überschuss beigetragen hätten, im Gegenzug aber weder Dank noch finanzielle Gegenleistung erhalten würden.
Der GKV-Spitzenverband, der Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, hält den Überschuss von 3,5 Milliarden Euro für unzureichend, um die Rücklagen vollständig aufzufüllen. Gleichzeitig wurde die geplante Erhöhung der festen Apothekengebühr – die 2026 bei 8,35 Euro pro Packung liegen soll – verschoben. Eine angedachte Anhebung auf 9,50 Euro wurde vorerst auf Eis gelegt.
Ein aktueller Gesetzentwurf zur Apothekenreform sieht keine Gebührenerhöhung vor – eine Entscheidung, die Welzig als "Schlag ins Gesicht" der gesamten Branche bezeichnete. In der politischen Debatte geht es um jährliche Anpassungen der Gebühren durch Verhandlungen zwischen der Bundesapothekerkammer und dem GKV-Spitzenverband. Doch während die Regierung die Erhöhung aus finanziellen Gründen blockiert, drängt der GKV-Spitzenverband auf ein gestuftes Modell, das auch Kürzungen für leistungsstärkere Apotheken vorsieht.
Der Streit offenbart die anhaltenden Spannungen zwischen Apotheken und Gesundheitsbehörden in Fragen der Finanzierung und Anerkennung. Da kurzfristig keine Änderungen an der Festgebühr in Sicht sind und die Reformgespräche stocken, arbeiten Apotheken weiterhin unter finanzieller Belastung. Die weitere Entwicklung hängt von den Verhandlungen zwischen Branchenvertretern und Politikern ab.
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