Apotheker zahlen deutlich mehr: Warum die Beiträge in mehreren Bundesländern steigen
Hans-Werner HövelApotheker zahlen deutlich mehr: Warum die Beiträge in mehreren Bundesländern steigen
In mehreren deutschen Bundesländern sind die Mitgliedsbeiträge für Apotheker deutlich gestiegen. Die Erhöhungen folgen auf gesetzliche Änderungen, die den Kreis der Beitragspflichtigen erweitern. Einige Apothekerkammern haben zudem ihre Gebühren angepasst, um ihre finanziellen Rücklagen effizienter zu verwalten.
In Hessen wurde das Landesheilberufegesetz geändert, sodass nun auch nicht mehr berufstätige Apotheker, die in der Region leben, beitragspflichtig sind. Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) muss daher künftig auch Rentner und ehemalige Berufsangehörige zur Kasse bitten. Diese Neuregelung zwingt die Kammer, ihre Beitragsordnung zu überarbeiten und alle betroffenen Mitglieder zu ermitteln – was den Verwaltungsaufwand für ihre Geschäftsstellen erhöht.
In Sachsen zahlen angestellte Apotheker nun 228 Euro Jahresbeitrag, im Vorjahr waren es noch 152 Euro. Noch stärker stieg der Beitrag in Berlin: Dort müssen berufstätige Mitglieder nun 294 Euro entrichten – ein Plus von 100 Euro. Die Apothekerkammer Niedersachsen hingegen hat die Pharmazeutische Zeitung (PZ) aus ihrem Mitgliedschaftspaket gestrichen.
Um die finanzielle Belastung abzufedern, hat eine Kammer ihre Beiträge für das laufende Jahr halbiert. Mit dieser Maßnahme sollen übermäßige Rücklagen abgebaut werden. Freiwillige Mitglieder zahlen nun einen Mindestbeitrag von 40 Euro pro Quartal.
Die Änderungen bedeuten für viele Apotheker in Deutschland höhere Kosten. Die Kammern müssen nun auch nicht mehr praktizierende Berufsangehörige erfassen und ihre Systeme anpassen. Gleichzeitig steigt der Verwaltungsaufwand, da sich die Mitgliedschaftsregeln ausweiten.






