02 April 2026, 14:19

Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Baustellen-Kult bis Rotwein-Whirlpool

Ein Schwarz-Weiß-Druck, der ein prächtiges, groteskes Gebäude zeigt, das als Nachtansicht der königlichen Feuerwerke bezeichnet ist, wobei die rechte Seite in Flammen steht, auf St. James's Green Park.

Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Baustellen-Kult bis Rotwein-Whirlpool

Aprilscherze brachten spielerische Überraschungen in Rheinland-Pfalz

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Dieses Jahr sorgte der 1. April in Rheinland-Pfalz für allerlei scherzhafte Überraschungen. Von fingierten Baustopps bis zu skurrilen Wellness-Ideen – Anwohner und Unternehmen zeigten sich kreativ und lebten die Tradition mit Witz. Einige Streiche machten sogar in sozialen Medien und lokalen Zeitungen Schlagzeilen.

Einer der meistdiskutierten Scherze kam von Mainz' neuem Baudezernenten Ludwig Holle (CDU), der behauptete, die Baustellen der Stadt seien nun geschützte Kulturdenkmäler. Winzer und Feuerwehrleute zogen mit eigenen humorvollen Fopereien nach und verbanden dabei Regionalstolz mit Leichtigkeit.

In Mainz verkündete Holle eine erfundene Denkmalschutzverordnung, um die berüchtigten Bauverzögerungen der Stadt zu "schützen". Betroffen seien unter anderem das Rathaus, das Gutenberg-Museum und sogar die Binger Straße, die er als "einzigartige kulturelle Phänomene" darstellte. Der Scherz traf den Nerv derer, die sich über die endlosen Bauprojekte ärgern – und erntete sowohl Lacher als auch genervtes Augenrollen.

Auch der beliebte Metzger Peter aus Mainz machte mit. Am 1. April poste er auf Social Media, er sei neuer Koch beim Fußballclub 1. FSV Mainz 05. Die Meldung verbreitete sich rasant und sammelte 447 Likes, bevor die Fans bemerkten, dass es sich um einen Aprilscherz handelte.

In Ahrweiler sorgte die Freiwillige Feuerwehr für Aufsehen mit einer erfundenen Verstärkung: einem Feuerwehrpferd. Das Tier solle in unwegsamem Gelände schneller sein als herkömmliche Fahrzeuge, hieß es. Die Idee begeisterte die Einheimischen – war aber natürlich nur ein Spaß zum Tag.

Auch die Winzer der Region steuerten ihren Teil bei. Eine lokale Zeitung berichtete, ein Winzer im Ahrtal habe einen Rotwein-Whirlpool erfunden, dem fragwürdige Gesundheitsvorteile nachgesagt wurden. Schloss Vollrads im Rheingau wiederum köderte mit Plänen für eine Thermalquelle mit mineralstoffreichem Wasser. Sogar von "Hydro-Vinotherapie" war die Rede – einer Mischung aus Weindegustation und Wellness. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür nicht, und konkrete Schritte wurden keine unternommen. Offensichtlich handelte es sich eher um eine Marketingidee als um Realität.

Sogar die Politik wurde auf die Schippe genommen. Der Mainzer FDP-Politiker Thomas A. Klann postete am 1. April, er trete zur CDU über – mit der Begründung, in seiner alten Partei herrsche "Desinformation". Die Nachricht sorgte kurz für Verwirrung, bis seine Follower den Scherz erkannten, der auf politische Gräben anspielte.

Die Streiche zeigten einmal mehr den Humor der Region – von Baustellen-Satire bis zu ausgefallenen Wellness-Versprechen. Keine der Ankündigungen war ernst gemeint, doch sie brachten die Menschen zum Schmunzeln und regten Gespräche an. Vorerst bleiben Mainz' Baustellen unfertig, die Feuerwehr setzt auf ihre Fahrzeuge, und Weinliebhaber müssen ihren Riesling auf die herkömmliche Weise genießen.

Quelle