Aschaffenburg plant Gedenkstätte für Messerangriff im Schöntalpark bis 2028
George BenthinAschaffenburg startet Wettbewerb für Gedenkstätte - Aschaffenburg plant Gedenkstätte für Messerangriff im Schöntalpark bis 2028
In Aschaffenburg entsteht eine Gedenkstätte für die Opfer des Messerangriffs im Schöntalpark
Die Stadt plant einen offenen Erinnerungsort, der nicht als klassisches Denkmal gestaltet wird, sondern auf Mahnung, Bildung und Gemeinschaftsbezug setzt. Bis Herbst 2025 soll ein Künstlerwettbewerb über die endgültige Gestaltung entscheiden.
Bei dem Angriff am 22. Januar 2025 waren zwei Kinder getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Tat löste bundesweit Debatten über Migrations- und Integrationspolitik aus. Nach einem Antrag im Bundestag zur Verschärfung der Migrationsgesetze kam es zu landesweiten Protesten.
Am 22. Januar 2025 hatte ein afghanischer Mann im Schöntalpark eine Gruppe kleiner Kinder attackiert. Zwei starben, fünf wurden verletzt. Der Täter wurde später wegen Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung für nicht strafmündig erklärt und in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen.
Die Tat löste eine intensive öffentliche Diskussion aus. Nur eine Woche später brachten die Unionsfraktionen im Bundestag – unterstützt von der AfD – einen Antrag für strengere Migrationsregeln ein. Dies führte zu Großdemonstrationen in ganz Deutschland, an denen sich zehntausende Menschen gegen eine wahrgenommene Rechtsverschiebung in der Politik wandten.
Für das Gedenkprojekt stellt Aschaffenburg 300.000 Euro bereit. Statt eines herkömmlichen Denkmals soll ein Ort der Besinnung, des Lernens und der Solidarität entstehen. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Verantwortung, Menschlichkeit und zivilcouragiertes Handeln.
Die Fertigstellung ist für den 22. Januar 2028 geplant – genau drei Jahre nach dem Angriff. Die Gestaltung wird durch einen Künstlerwettbewerb bestimmt, um eine bedachte und inklusive Form der Erinnerung zu gewährleisten.
Die Gedenkstätte soll als Begegnungsort der Hoffnung dienen. Sie wird der Opfer gedenken und zugleich übergreifende Themen wie Zusammenhalt und Widerstandsfähigkeit aufgreifen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen; die Stadt strebt ein würdevolles und nachhaltiges Zeichen der Erinnerung an.






