Augsburgs neues Römermuseum: Millionenförderung für antike Schätze aus Augusta Vindelicum
George BenthinGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für das neue Römer Museum in Augsburg bereit - Augsburgs neues Römermuseum: Millionenförderung für antike Schätze aus Augusta Vindelicum
Augsburg plant neues Römermuseum – Bayern fördert Projekt mit Millionenhilfe
Augsburg, eine der ältesten Städte Deutschlands, treibt die Pläne für ein neues Römermuseum voran. Das Vorhaben erhält beträchtliche finanzielle Unterstützung von der bayerischen Staatsregierung. Wird das Projekt genehmigt, soll das Museum seltene Funde aus der antiken Vergangenheit der Stadt präsentieren – Augsburg war einst eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen.
Die Idee für ein neues Römermuseum wird bereits seit Jahren diskutiert, nachdem das Vorgängerhaus 2012 wegen baulicher Mängel schließen musste. Seither fehlte der Stadt ein eigener Ausstellungsort für ihr römisches Erbe. Nun gewinnt das Projekt an Fahrt: Die bayerische Landesregierung stellt 30 Millionen Euro bereit und überlässt ein staatliches Grundstück für den Bau.
Das Museum entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses in der Karmelitengasse, das vom Freistaat zur Verfügung gestellt wird. Die Gesamtkosten werden auf rund 60 Millionen Euro geschätzt, wobei das Land die Hälfte übernimmt. Noch muss der Stadtrat endgültig grünes Licht geben, doch die Verantwortlichen streben eine Fertigstellung bis 2033 an.
Zu den Exponaten zählt ein seltenes Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert, das 1986/87 bei Ausgrabungen im Klosterarten Stephansgarten entdeckt wurde. Das kürzlich restaurierte Kunstwerk stammt aus einem prunkvollen Gebäude in der Nähe des römischen Forums und beeindruckt mit Wandmalereien, Marmorverkleidungen und einer Fußbodenheizung. Zwei weitere Mosaike vom selben Fundort – eines davon noch in Restaurierung – werden ebenfalls ausgestellt. Ein weiteres Highlight ist der Augsburger Siegesaltar, der bereits in früheren Schauen zu sehen war.
Das neue Museum kooperiert eng mit der Landesausstellung "Römisches Bayern", die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Gemeinsam sollen sie Augsburgs Geschichte als Augusta Vindelicum beleuchten – eine vor über 2.000 Jahren von Kaiser Augustus gegründete Siedlung.
Die Eröffnung 2033 wird der Öffentlichkeit wieder Zugang zu Augsburgs römischen Schätzen ermöglichen. Mit Landesförderung und zentraler Lage markiert das Projekt einen wichtigen Schritt zur Bewahrung des antiken Erbes der Stadt. Zudem dient der Standort als Knotenpunkt für die übergreifende Ausstellung "Römisches Bayern" und verknüpft so die lokale Geschichte mit der regionalen Vergangenheit.






