10 March 2026, 16:22

Berlin kämpft mit 560.000 offenen Stellen bis 2035 – kann die Kompetenzstrategie helfen?

Ein altes Dokument mit einer Karte des Berliner Handelagellachaft-Gebäudes, mit Text und einem Stempel auf der linken Seite.

Massenhafte Fachkräftemangel in Berlin droht - Berlin kämpft mit 560.000 offenen Stellen bis 2035 – kann die Kompetenzstrategie helfen?

Berlin steht vor einem massiven Fachkräftemangel: Bis 2035 müssen rund 560.000 offene Stellen besetzt werden. Mit der neuen Berliner Kompetenzstrategie 2035 will die Stadt diese Lücke schließen – unter anderem durch höhere Beschäftigungsquoten in Schlüsselgruppen. Gleichzeitig verändert das rasante digitale Wachstum den Arbeitsmarkt: Es entstehen neue Chancen, während traditionelle Berufe zunehmend verschwinden.

Hauptgrund für den Fachkräftemangel ist der demografische Wandel, da immer mehr ältere Arbeitnehmer:innen in Rente gehen. Doch auch die digitale Transformation und strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft treiben die Nachfrage nach neuen Qualifikationen voran. Bis 2035 könnten in den Bereichen IT, Gesundheitswesen und Bildung bis zu 100.000 neue Jobs entstehen. Gleichzeitig dürften rund 87.000 Stellen in klassischen Branchen wie der Industrie oder der öffentlichen Verwaltung durch Automatisierung und KI wegfallen.

Die digitale Wirtschaft ist in Berlin bereits zu einer zentralen Säule geworden: 2024 arbeiteten rund 128.108 Menschen in der IT- und Kommunikationsbranche (IKT) – das entspricht 7,6 Prozent aller Beschäftigten. Zusammen mit den Kreativberufen beschäftigten die digitalen und kreativen Sektoren etwa 195.326 Personen. Die stärksten Wachstumsimpulse der letzten fünf Jahre kamen aus IT-Dienstleistungen, Softwareentwicklung, Start-ups, KI und Climate Tech: Die IKT-Beschäftigung stieg zwischen 2020 und 2024 um 52,2 Prozent, bevor sich das Wachstum verlangsamte.

Der digitale Sektor erwirtschaftet mittlerweile 56 Milliarden Euro – das sind 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Berlins. Zudem bietet er fast 200.000 Menschen Arbeit, doppelt so viele wie die industrielle Branche der Stadt. Dennoch bleibt die Gewinnung von Fachkräften eine Herausforderung. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt ein großes Hindernis dar und erschwert Unternehmen die Besetzung dringend benötigter Positionen.

Die Berliner Kompetenzstrategie 2035 setzt auf Aus- und Weiterbildung, um die Belegschaft auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Zwar bieten neue Jobs in Technologie, Gesundheitswesen und Bildung Wachstumspotenzial, doch der Rückgang traditioneller Tätigkeiten erfordert schnelle Anpassungen. Ohne gezielte Maßnahmen könnte sich die Kluft zwischen offenen Stellen und verfügbaren Arbeitskräften bis 2035 weiter vergrößern.

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