Berlin plant Internationale Bauausstellung 2034 bis 2037 – Chance für mutige Stadtentwicklung
Hans-Werner HövelBerlin plant Internationale Bauausstellung 2034 bis 2037 – Chance für mutige Stadtentwicklung
Berlin wird von 2034 bis 2037 eine Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung, die der Berliner Senat am 24. März 2026 bekannt gab, markiert die dritte Veranstaltung dieser Art in der Geschichte der Hauptstadt. Architekten und Stadtplaner begrüßen den Schritt und sehen darin die Chance, städtische Herausforderungen mit innovativen Ansätzen zu bewältigen.
Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) hat die Senatsentscheidung gelobt. Die IBA biete die Möglichkeit, mutige Lösungen für Wohnraum, Infrastruktur und Nachhaltigkeit zu entwickeln. Ein zentraler Schwerpunkt wird das Gebiet entlang des S-Bahn-Rings sein, wo die Ausstellung die Übergangsbereiche zwischen dem Stadtzentrum und dem Umland neu gestalten soll.
Befürworter einer Verbindung von Olympischen Spielen und Expo argumentieren, dass die gemeinsame Ausrichtung aller drei Großveranstaltungen erhebliche Vorteile bringen würde. Die IBA, die Spiele und die Weltausstellung könnten demnach synergetisch zusammenwirken, Ressourcen bündeln und das internationale Profil Berlins stärken. Allerdings zeigen sich nicht alle Koalitionspartner im Senat gleichermaßen überzeugt von einer Zusammenlegung der Projekte.
Während die IBA nun feststeht, bleibt eine konkrete Olympiabewerbung weiterhin unklar. Internationale Partnerschaften für die Bauausstellung werden noch verhandelt, während Fachworkshops die künftigen Pläne prägen. Der AIV hat den Senat aufgefordert, klare Regeln und hohe Standards für die IBA festzulegen, um sie zu einem weltweiten Vorbild für Stadtentwicklung zu machen.
Die IBA wird über drei Jahre laufen und an die Berliner Bauausstellungen der 1950er- und 1980er-Jahre anknüpfen. Ihr Erfolg hängt von einer soliden Planung und enger Zusammenarbeit ab. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Ziele präzise zu definieren und internationale Unterstützung zu sichern.






