BMW kämpft mit sinkenden Gewinnen – setzt alles auf die Neue Klasse 2026
George BenthinBMW kämpft mit sinkenden Gewinnen – setzt alles auf die Neue Klasse 2026
BMW steht vor finanziellen Herausforderungen: Der Gewinn vor Steuern sank 2025 um 6,7 % auf 10,2 Milliarden Euro, während die Umsätze ebenfalls um 6,3 % zurückgingen. Dennoch setzt der Konzern auf seine kommende Neue Klasse an Elektrofahrzeugen, um die Wende einzuleiten – beginnend mit dem rein elektrischen i3 im August 2026.
Die Aktie des Automobilherstellers hatte in diesem Jahr mit einem Rückgang von 18,4 % auf 78,28 Euro zu kämpfen. Anleger werden die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal am 6. Mai 2026 genau verfolgen. Zudem steht ein Führungswechsel bevor: Milan Nedeljkovic wird Oliver Zipse am 14. Mai 2026 als Vorstandsvorsitzenden ablösen.
Die Neue Klasse, zu der auch der vollelektrische i3 gehört, soll Branchenstandards neu definieren. BMW strebt eine WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern sowie eine 800-Volt-Architektur für schnelleres Laden an. Die Produktion des i3 beginnt im August 2026 in München, während die vollständige Neue Klasse im Herbst 2026 auf den Markt kommt.
Analystin Eunice Lee von Bernstein bleibt optimistisch und stuft die Aktie weiterhin mit "Outperform" ein. Sie verweist auf die starke Nachfrage nach Elektromodellen in Europa und den USA, die schwächere Absatzzahlen in China ausgleichen könnte. Allerdings wird erwartet, dass die EBIT-Marge im Autosegment 2026 um 1,25 Prozentpunkte schrumpft – bedingt durch höhere Zölle.
Der Erfolg der Neuen Klasse wird entscheidend für die zukünftige Profitabilität von BMW sein. Mit dem Produktionsstart Ende 2026 setzt das Unternehmen auf seine Elektrofahrzeuge der nächsten Generation, um die Margen zu stabilisieren. Der anstehende Finanzbericht und der Führungswechsel werden weitere Einblicke in die Strategie des Konzerns geben.






