Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker – Fachkräftemangel soll gelindert werden
George BenthinBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker – Fachkräftemangel soll gelindert werden
Deutschland hat einen wichtigen Schritt unternommen, um den Mangel an Apothekern zu bekämpfen. Der Bundestag verabschiedete ein Gesetz, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigt. Damit soll es ausgebildeten Apothekern aus Ländern außerhalb der EU erleichtert werden, in deutschen Apotheken zu arbeiten.
Die neue Regelung vereinfacht das Verfahren für Apotheker mit nicht-europäischen Qualifikationen. Statt langwieriger Dokumentenprüfungen sehen sie sich nun einer direkten Kompetenzbewertung gegenüber. Diese Änderung beseitigt bürokratische Hürden, ohne die beruflichen Standards zu senken.
Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt das Gesetz und warnt zugleich vor einem drohenden Fachkräftemangel. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann betonte, dass in den kommenden Jahren tausende Apotheker benötigt werden. Das Gesetz sieht zudem Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker vor, um sie an das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz anzupassen.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss es noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung treten die neuen Regeln am 1. November 2026 in Kraft.
Das Gesetz ermöglicht es mehr qualifizierten Apothekern aus Drittstaaten, in den deutschen Arbeitsmarkt einzutreten. Durch den Abbau von Bürokratie soll es Personalengpässe in Apotheken schließen – ohne die Qualität der Versorgung zu beeinträchtigen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat.






