20 March 2026, 18:21

Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft digitale Gewalt und sexuelle Ausbeutung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftumschlag mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', der einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die verschmitzt in eine andere Richtung schaut.

Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft digitale Gewalt und sexuelle Ausbeutung vor

Christian Ulmen – vom Comedy-Star zum Beschuldigten: Schwere Vorwürfe wegen digitaler Gewalt und sexueller Ausbeutung

Christian Ulmen, einst ein bekannter deutscher Comedian und TV-Moderator, sieht sich nun schweren Vorwürfen wegen digitaler Misshandlung und sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Seine Ex-Frau, Collien Fernandes, ging 2023 mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit – ein Skandal, der bis März 2026 eskalierte und an frühere Missbrauchsaffären erinnert. Die Debatte um strengere Gesetze gegen digitale Gewalt erhielt dadurch neuen Auftrieb.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den mittleren 2000er-Jahren wurde Ulmen durch die ProSieben-Sendung Mein neuer Freund bekannt, in der Frauen ihre neuen Partner ihren Familien vorstellten – je unmöglicher sich die Freunde benahmen, desto höher waren die Geldpreise für die Frauen. Später moderierte er Wer will meine Freundin vögeln?, eine Show, in der Männer in erniedrigenden Challenges darum wetteiferten, wer die "heißeste" Freundin hatte. Einer der berüchtigtsten Teilnehmer war der adlige Alexander von Eich, der seine Freundin demütigte, sie mit "Franziskarrrrr!" anbrüllte und wie eine Dienstmagd behandelte.

Als Ulmen und Fernandes 2010 als Paar an die Öffentlichkeit traten, fragten sich Kritiker, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen sich mit einer "hübschen, aber austauschbaren" Viva-Moderatorin einlasse. Jahre später warf Fernandes ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile angelegt, pornografische Inhalte verbreitet und sogar Telefonssex geführt zu haben – alles unter ihrer Identität. Sie bezeichnete sein Handeln als "virtuelle Vergewaltigung" und Teil eines größeren frauenfeindlichen Musters.

Bis März 2026 hatte der Skandal solche Dimensionen angenommen, dass Medien wie Krone.at Parallelen zum Fall der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot zogen. Die Stimmung kippte: Immer mehr Menschen forderten, "die Scham muss die Seite wechseln". Der Spiegel berichtete, Fernandes habe in Spanien Anzeige erstattet, während Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) am 20. März 2026 das Thema aufgriff. Sie forderte rechtliche Reformen, um Lücken im Schutz vor digitaler Gewalt zu schließen – ohne jedoch direkt zu Ulmens Fall Stellung zu nehmen.

Fernandes' Entscheidung, sich zu äußern, reiht sich ein in eine wachsende Zahl realer Fälle, in denen Frauen Machtmissbrauch durch einflussreiche Männer aufdecken. Der Skandal hat die Debatte über digitale Gewalt, rechtlichen Schutz und den Umgang mit Betroffenen in der Öffentlichkeit neu entfacht. Während die Forderungen nach Konsequenzen lauter werden, beobachten Behörden und Medien die weiteren Entwicklungen genau.

Quelle