Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Fernsehen – mit 80 noch ungebremst
George BenthinDagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Fernsehen – mit 80 noch ungebremst
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine feste Größe der Schlager-Szene, hat sich erneut kritisch zur deutschen Fernsehkultur geäußert. Mit ihrem scharfen Witz bekannt, monierte sie kürzlich die mangelnde Abwechslung in Unterhaltungsformaten. Ihre Äußerungen reiht sich ein in eine lange Liste offener Worte über die Gepflogenheiten der Branche.
Erstmals Schlagzeilen machte Frederic 2018, als sie sich weigerte, Fernsehproduzenten zu schmeicheln, nur um Auftritte zu ergattern. Trotz der Prominenz von Andrea Kiewel und Florian Silbereisen in der Schlager-Welt trat sie nie in deren Shows auf. Statt die Moderatoren zu kritisieren, macht sie die Redaktionen verantwortlich, die immer wieder dieselben Stars buchen.
Auch mit 80 Jahren ist sie noch aktiv und steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne. Ihre Arbeitsmoral steht in krassem Gegensatz zu ihrer bescheidenen Rente, über die sie in früheren Interviews sprach. Kürzlich sorgte sie zudem mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann für Aufmerksamkeit – ein typisches Beispiel für ihre unverblümte und charmante Art.
Trotz ihrer Kritik verteidigt Frederic Moderatoren wie Silbereisen und Giovanni Zarrella. Sie betont, dass diese nicht für die fehlende Vielfalt in ihren Sendungen verantwortlich seien. Ihre Haltung spiegelt eine langjährige Frustration über die Entscheidungen hinter den Kulissen der Fernsehprogrammplanung wider.
Frederics jüngste Aussagen festigen ihren Ruf als klare Stimme der deutschen Unterhaltungsbranche. Mit über 60 Jahren Schlager-Erfahrung tourt sie weiterhin und spricht offen über Missstände in der Branche. Ihre Worte könnten die Debatte darüber anheizen, wie Fernsehshows ihre Gäste auswählen und ihre Programme gestalten.






