09 May 2026, 18:23

Deutsche Zoos kämpfen mit explodierenden Energiekosten – und setzen auf Solarstrom

Ein Miniaturzoo-Modell bevölkert mit Menschen, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras, einem Zaun und anderen Gegenständen, mit einer Wand im Hintergrund und Text unten.

Deutsche Zoos kämpfen mit explodierenden Energiekosten – und setzen auf Solarstrom

Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten

Zoos und Wildparks in ganz Deutschland stehen vor wachsenden finanziellen Belastungen, da die Energiepreise weiter steigen. Einige Einrichtungen haben bereits ihren Betrieb angepasst, während andere auf erneuerbare Lösungen setzen, um Kosten zu sparen und gleichzeitig die Versorgung ihrer Tiere sicherzustellen.

Der Kostendruck hat zu Veränderungen bei der Strom- und Wärmeversorgung geführt – Solarenergie und alternative Systeme spielen dabei eine immer größere Rolle. Steigende Energierechnungen zwingen zahlreiche Zoos, ihre Haushalte neu zu planen. Im Wildpark Stoeckheim machen Strom und Heizung mittlerweile etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. In anderen Einrichtungen ist die Lage noch prekärer: Der Wildpark Essehof gibt zwischen 6 und 8 Prozent seines Budgets für Energie aus, kann die Kosten aber durch ein Biomasse-Heizsystem teilweise im Griff behalten.

Einige Parks haben bereits drastische Maßnahmen ergriffen. Einige Tiere wurden in andere Einrichtungen verlegt, um die finanziellen Lasten zu verringern – der Zoo Braunschweig schließt diese Option jedoch aus. Stattdessen setzt man hier auf Effizienz: Bereits jetzt betreibt der Zoo eine 80-kW-Solaranlage und hat seine Heizmethoden optimiert, um den Verbrauch zu senken.

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Auch andere Einrichtungen investieren in grüne Energie. Das Artenschutzzentrum Grasleben hat Photovoltaikmodule installiert, um beheizte Gehege für wärmeliebende Arten mit Strom zu versorgen. Derweil plant der Zoo Braunschweig, seine Solarkapazität um weitere 12 kW zu erweitern und ein 10-kW-Batteriespeichersystem einzuführen, um überschüssige Energie für die spätere Nutzung zu speichern.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft den Zoos, die steigenden Kosten zu bewältigen, ohne bei der Tierpflege sparen zu müssen. Solarausbau und Batteriespeicher entwickeln sich zu zentralen Instrumenten, um die Ausgaben im Griff zu behalten. Bisher ermöglichen diese Maßnahmen einigen Parks, auf die Abgabe von Tieren zu verzichten – doch die finanziellen Herausforderungen bleiben für die Branche bestehen.

Quelle