18 March 2026, 08:19

Deutschlands Bahnnetz droht wegen 136 Milliarden Investitionsstau zu kollabieren

Schwarz-weiß-Foto eines alten, verrosteten Zuges auf Schienen mit einer Leiter auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Rückstand bei Reparaturen im Netzwerk beläuft sich auf 130 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bahn mitteilt - Deutschlands Bahnnetz droht wegen 136 Milliarden Investitionsstau zu kollabieren

Deutschlands Schienennetz steuert auf eine wachsende Instandhaltungskrise zu. Ein neuer Bericht zeigt, dass sich der Investitionsstau im Jahr 2023 auf 136,5 Milliarden Euro belief – ein Anstieg um 2,6 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr. Experten warnen, dass jahrzehntelange Unterfinanzierung das System an den Rand seiner Belastbarkeit gebracht hat. Reparaturen und Modernisierungen können kaum noch bewältigt werden.

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Seit Jahren gibt Deutschland zu wenig für seine Bahn aus. Die chronische Unterfinanzierung hat zu einem gewaltigen Sanierungsstau geführt, den die Deutsche Bahn selbst auf über 130 Milliarden Euro schätzt. Trotz Bemühungen, das Netz zu verbessern, verschärft sich das Problem weiter.

2022 flossen zwar 19 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur. Doch selbst dieser Betrag reichte nicht aus, um den Investitionsstau zu verringern. Um eine weitere Verschlechterung zu verhindern, wären jährliche Investitionen von rund 20 Milliarden Euro nötig.

Die Deutsche Bahn hat sich zum Ziel gesetzt, diese Summe bis 2026 zu erreichen. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren etwa 23 Milliarden Euro auszugeben – mit Fokus auf dringende Sanierungen und Modernisierungen. Zu den jüngsten Projekten zählen Elektrifizierungsarbeiten wie die 1 Kilometer lange Aeschacher Kurve bei München sowie ein 7,1 Kilometer langer Abschnitt in Denzlingen für die Breisgau-S-Bahn. Weitere Elektrifizierungsvorhaben laufen in Schleswig-Holstein und zwischen Forchheim und Eggolsheim, wodurch der elektrifizierte Anteil des Netzes von 59 auf 61 Prozent steigt.

Doch die Herausforderungen bleiben enorm. Ohne nachhaltige Finanzierung droht der Sanierungsstau weiter zu wachsen und das ohnehin überlastete System zusätzlich zu belasten.

Die Zukunft des Schienennetzes hängt von konsequenten, groß angelegten Investitionen ab. Die von der Deutschen Bahn geplanten 23 Milliarden Euro sollen bis 2026 für Stabilität sorgen. Fehlen diese Mittel, könnten Verspätungen und Infrastrukturausfälle in ganz Deutschland noch häufiger werden.

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