18 February 2026, 06:35

Deutschlands Schulreform 2025: Mehr Politik, weniger Stunden und Sprachtests für Vierjährige

Eine Schule mit einem vor dem Gebäude geparkten Auto, das ein Willkommensschild, Topfpflanzen, Bäume, Menschen, Pfosten, Drähte und einen bewölkten Himmel zeigt.

Stenke: Keine weiteren Einschnitte im Bildungsbereich - Deutschlands Schulreform 2025: Mehr Politik, weniger Stunden und Sprachtests für Vierjährige

Deutschland führt umfangreiche Reformen in Schulcurriculum und Personalplanung ein

Ab dem Schuljahr 2025/26 stehen in Deutschland weitreichende Änderungen im Lehrplan und bei der Personalausstattung an. Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse erhalten dann wöchentlich zwei zusätzliche Stunden im Fach Wirtschaft und Politik. Zu den Reformen gehören zudem neue Sprachstandstests für kleine Kinder sowie Anpassungen der Unterrichtszeiten an weiterführenden Schulen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mehr Wirtschaft und Politik, neue Lehrkräfte gefragt Ab dem Schuljahr 2025/26 wird der Unterricht in Wirtschaft und Politik für alle Siebtklässler um zwei Wochenstunden erweitert. Für diese Ausweitung werden 80 neue Lehrstellen benötigt, wobei die Einstellungen erst im Schuljahr 2026/27 beginnen sollen. Noch ist jedoch unklar, welche Schulen oder Regionen die Neuerung als Erstes umsetzen werden.

Frühere Sprachförderung durch verpflichtende Tests Ein weiteres Novum sind verpflichtende Sprachstandsüberprüfungen für Kinder im Alter von viereinhalb Jahren. Die Tests sollen sicherstellen, dass der Übergang in die reguläre Schulbildung reibungslos verläuft, indem frühzeitig Förderbedarf erkannt wird.

Kürzungen bei den Unterrichtsstunden – aber keine Stellenstreichungen Parallel zu den Erweiterungen gibt es auch Einschnitte: An Gemeinschaftsschulen im Sekundarbereich I entfallen sechs Unterrichtsstunden, an Gymnasien vier. In der Oberstufe wurde die Zahl der Leistungskurse von drei auf zwei reduziert. Trotz dieser Kürzungen liegt die Unterrichtsversorgung an Berufsschulen derzeit bei über 100 Prozent, an Grundschulen bei 102 Prozent.

Bildungsministerin Dorit Stenke bestätigte, dass durch die Reformen zwar "eine niedrige dreistellige Zahl" an Lehrstellen eingespart werde, jedoch keine Lehrkraft ihren Job verlieren werde. Neue Einstellungen sollen weiterhin erfolgen – wenn auch nicht jede freie Stelle besetzt wird. Weitere Sparmaßnahmen im Bildungsbereich schloss Stenke trotz anhaltender Haushaltsbelastungen aus.

Fazit: Mehr Frühförderung und politische Bildung, aber weniger Unterrichtszeit Die Reformen bringen sowohl neue Fächer als auch Anpassungen im Personalbereich mit sich. Zwar wurden einige Unterrichtsstunden gestrichen, doch die Landesregierung betont, dass keine Arbeitsplätze wegfallen. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der frühen Sprachförderung sowie die Stärkung der wirtschaftlichen und politischen Bildung für jüngere Schülerinnen und Schüler.