Deutschlands Wirtschaftswachstum bricht ein – Prognosen drastisch gesenkt
Birgitt OttoDeutschlands Wirtschaftswachstum bricht ein – Prognosen drastisch gesenkt
Die Konjunkturaussichten für Deutschland haben sich deutlich eingetrübt: Fühende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen drastisch nach unten korrigiert. Der aktuelle gemeinsame Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht werden soll, zeigt einen starken Rückgang der Erwartungen – sowohl für dieses Jahr als auch für die kommenden Jahre.
Noch vor sechs Monaten hatten die Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2027 vorhergesagt. Nun rechnen sie in diesem Jahr nur noch mit 0,6 Prozent, und für 2027 wurde die Prognose auf etwa 1 Prozent gesenkt.
Die deutliche Abwärtsrevision folgt auf die eskalierenden Spannungen durch den Krieg im Iran sowie die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise. Diese Faktoren belasten die wirtschaftliche Stimmung erheblich.
Auch Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat ihre eigene Prognose angepasst. Sie erwartet nun ein Wachstum von 0,7 bis 0,9 Prozent für 2023 – ein Rückgang gegenüber der früheren Regierungsprognose von 1,0 Prozent im Februar.
Die überarbeiteten Vorhersagen deuten auf eine schwierigere wirtschaftliche Phase hin. Angesichts steigender Energiekosten und anhaltender geopolitischer Unsicherheiten bleibt der Wachstumsausblick Deutschlands auf absehbare Zeit unter Druck.






