01 February 2026, 14:38

Dorothee Bär glänzt mit CSU-Humor beim Aachener Karnevalsorden

Ein Plakat an einer Gebäudewand mit einer Gruppe lachender, fröhlicher Menschen und der fetten Schrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré' oben.

Dorothee Bär glänzt mit CSU-Humor beim Aachener Karnevalsorden

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wurde bei der Aachener Karnevalsgala mit dem Orden gegen tödlichen Ernst ausgezeichnet. Als Astronautin verkleidet hielt sie eine mit politischem Humor gespickte Rede und scherzte sogar darüber, ihren Parteichef Markus Söder zum Mond zu schicken. Die von der ARD übertragene Veranstaltung bot zudem Auftritte der Kölner Band Kasalla und der Aachener Karnevalselite.

Die Gala fand in Aachen statt, wo der Karnevalsverein (AKV) seit 1950 seinen Orden für Humor und Menschlichkeit im Amt vergibt. Zu den früheren Preisträgern zählen Konrad Adenauer und Annalena Baerbock. In diesem Jahr verglich Bär in ihrer Rede die Dunkelheit des Weltraums mit einer CSU-Parteitagsatmosphäre – und erntete damit Gelächter beim Publikum.

Durch den Abend führten Komiker Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese, die Satire mit pointierten politischen Kommentaren verbanden. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann trug zur lockeren Stimmung bei, indem er über den früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet witzelte, der im Bundestag angeblich High Heels trage. Die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang erschien derweil in einem Alien-Kostüm und rief zur Einheit der demokratischen Parteien auf.

Vizekanzler Lars Klingbeil lobte Bär als herausragende Persönlichkeit der CSU und betonte ihre bodenständigen Wurzeln und mutigen Ideen. Sein Ausspruch "Wir brauchen mehr Bär" unterstrich ihren Ruf, Optimismus mit kühnen Vorschlägen zu verbinden. Die Veranstaltung umfasste zudem eine verlängerte Übertragung am Rosenmontag, in der die Höhepunkte des Abends gezeigt wurden.

In den letzten Jahren ging die Auszeichnung häufig an Politiker von CDU oder CSU. Seit 2026 stammten sieben der zwölf Preisträger – darunter Marcel Corts (CDU, 2012), Henry Mutz (CDU, 2015) und Marshan Huschka (CDU, 2025) – aus den Reihen der beiden Parteien, was ihre Dominanz in der Geschichte des Preises festigt.

Bärs Auszeichnung reiht sich in die lange Liste von CSU-Persönlichkeiten ein, die für ihren politischen Humor gewürdigt wurden. Die Mischung aus Satire, Musik und prominenten Reden hielt die Tradition lebendig und verband Unterhaltung mit politischer Kommentierung. Die Übertragung sorgte dafür, dass ein breites Publikum die Höhepunkte des Abends genießen konnte.