Dresden atmet auf: 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft
George BenthinZweiter Weltkrieg-Bombe in Dresden entschärft: Zünder vor Ort detoniert - Dresden atmet auf: 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft
Unexplodierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresden entschärft
In der Dresdner Innenstadt ist eine unexplodierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg nach einer zweistündigen, heiklen Operation erfolgreich unschädlich gemacht worden. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger, der in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke entdeckt worden war, zwang zur Evakuierung von 18.000 Anwohnern im Umkreis von einem Kilometer. Da herkömmliche Methoden zu riskant waren, setzten die Behörden Hochdruckwasserstrahlen ein, um die Bombe zu zerlegen.
Der Fund erfolgte während einer routinemäßigen Munitionssuche auf der Neustädter Seite der Elbe. Anders als viele Kriegsbomben mit Doppelzündern war dieser Sprengkörper mit einem einzigen, hochgradig instabilen Zündmechanismus ausgestattet. Der Zünder selbst hatte bei der ursprünglichen Detonation des Geschosses schwere Schäden davongetragen, was eine manuelle Entschärfung unmöglich machte.
Das Kampmittelräumteam entschied sich für ein kontrolliertes Vorgehen: Mit einem Hochdruckwasserstrahlschneider trennte es den Zünder sowie den Bombenboden ab. Diese Methode war entscheidend – wäre sie gescheitert, hätte als letzte Option nur noch eine kontrollierte Sprengung vor Ort in Frage gestanden, die weitreichende Zerstörungen zur Folge gehabt hätte. Nach der erfolgreichen Isolierung des Zünders sprengten die Experten diesen vor Ort, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb.
Die gesamte Aktion dauerte zwei Stunden, während die Polizei eine strikt abgesperrte Sicherheitszone aufrechterhielt. In den vergangenen Jahren hatte Deutschland jährlich Hunderte ähnlicher Funde zu verzeichnen. Zwischen 2021 und 2026 wurden Dutzende bis Hunderte großer Blindgänger mit einem Gewicht von 500 bis 1.800 Kilogramm entschärft.
Der Zünder, der gefährlichste Teil des Sprengkörpers, wurde ohne Zwischenfälle vernichtet. Nach der Freigabe der Zone durften die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Die Aktion in Dresden reiht sich in die laufenden Bemühungen Deutschlands ein, die im Boden verborgenen Altlasten aus dem Krieg zu beseitigen.






