Düsseldorfer Flughafen testet ferngesteuerte Shuttles ab 2026 mit Rheinmetall
George BenthinDüsseldorfer Flughafen testet ferngesteuerte Shuttles ab 2026 mit Rheinmetall
Neuer ferngesteuerter Shuttle-Service startet Testbetrieb am Düsseldorfer Flughafen
Ab Mai 2026 soll am Flughafen Düsseldorf ein neues Pilotprojekt für einen teleoperierten Shuttle-Service an den Start gehen. Beteiligt sind der Rüstungskonzern Rheinmetall, die MIRA GmbH und die Rheinbahn AG, die gemeinsam ferngesteuerte Fahrzeuge für den flexiblen städtischen Verkehr auf öffentlichen Straßen erproben wollen.
Das Vorhaben startet zu einer Zeit, in der Rheinmetall mit finanziellen Herausforderungen kämpft: Allein im vergangenen Monat verlor die Aktie des Unternehmens rund 15 Prozent an Wert. Der Shuttle-Service soll zwischen dem Bahnhof des Flughafens, dem EUREF-Campus und dem Hauptterminal verkehren. Während der Testphase wird ein Sicherheitsfahrer an Bord sein, um den Betrieb zu überwachen und die Sicherheit zu gewährleisten. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Optimierung der Fernsteuerung von Fahrzeugen unter realen Verkehrsbedingungen.
Das System kombiniert Cloud-Technologie, eine IoT-Plattform und Echtzeit-Flottenmanagement. Entwickelt wurde es im Rahmen des Forschungsprojekts PoQuaSIA, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Im Testbetrieb sollen die operationelle Sicherheit, Systemstabilität, wirtschaftliche Machbarkeit und Skalierbarkeit des Konzepts überprüft werden.
Unterdessen bleibt die Rheinmetall-Aktie trotz Hoffnungen auf große Militäraufträge unter Druck. Allein am Donnerstag fiel der Kurs von 1.490 auf 1.426 Euro – ein Minus von 4,3 Prozent.
Das Pilotprojekt soll wertvolle Praxisdaten zur Nutzung ferngesteuerter Shuttles im urbanen Raum liefern. Bei Erfolg könnte es den Weg für eine breitere Einführung von Remote-Transportlösungen ebnen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Technologie sowohl sicher als auch wirtschaftlich tragfähig für die Zukunft ist.






