30 April 2026, 08:21

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Ein belebter Markt im alten Stadtzentrum von Heidelberg mit Menschen an Tischen mit Blumentöpfen und Schirmen, vor Häusern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Supermärkten nach Migros-Rückzug aus Deutschland

Edeka hat angekündigt, 200 Tegut-Filialen zu übernehmen, nachdem sich der Schweizer Handelskonzern Migros aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat. Mit dem Schritt sollen rund 4.500 Arbeitsplätze gesichert und die lokale Nahversorgung aufrechterhalten werden. Vorstandsvorsitzender Markus Mosa versprach, alle Mitarbeiter zu behalten, falls die Transaktion zustande kommt.

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Die geplante Übernahme steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Mosa forderte die Behörde auf, das Verfahren zu beschleunigen, und warnte, dass ohne Edekas Engagement viele Filialen schließen und tausende Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Edeka sicherte zu, alle Tegut-Standorte weiterzuführen – selbst solche in weniger rentablen Regionen. Das Unternehmen betont, damit die Lebensmittelversorgung in ganz Deutschland zu gewährleisten.

Mosa wies zudem Vorwürfe zurück, Edekas Wachstum führe zu höheren Preisen für Verbraucher. Stattdessen machte er globale Lieferanten wie Nestlé für die jüngsten Preiserhöhungen verantwortlich und verwies beispielhaft auf gestiegene Kosten für Schokoladenprodukte. Edeka habe dem Kartellamt Unterlagen vorgelegt, aus denen hervorgehe, dass das Unternehmen nicht von der Lebensmittelinflation profitiere.

Falls die Übernahme genehmigt wird, wären Arbeitsplätze und Filialen in strukturschwachen Regionen gesichert. Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird darüber bestimmen, ob Edekas Tegut-Übernahme Realität wird. Bis dahin bleibt die Zukunft von 200 Supermärkten und tausenden Beschäftigten ungewiss.

Quelle