Eren Dinkçis Tor für Heidenheim wird zum Symbol der Hoffnung für seine kranke Freundin
Hans-Werner HövelEren Dinkçis Tor für Heidenheim wird zum Symbol der Hoffnung für seine kranke Freundin
Eren Dinkçi trifft für Heidenheim – und setzt ein Zeichen für seine an Leukämie erkrankte Freundin
Eren Dinkçi erzielte am Samstag ein entscheidendes Tor für den 1. FC Heidenheim beim 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Der Erfolg hält die geringen Aussichten des Vereins, den Abstieg aus der Bundesliga noch abzuwenden, eine weitere Woche am Leben. Doch die Torjubel des Stürmers hatten eine tiefere Bedeutung: Seine Freundin Cinja kämpft gegen Leukämie und ist möglicherweise auf eine Stammzellspende angewiesen.
Dinkçi widmete seinen Treffer Cinja in der Hoffnung, ihr damit in der schwierigen Phase der Behandlung ein wenig Freude und Kraft zu schenken. Das Paar setzt sich seit Langem öffentlich für die Aufklärung über Blutkrebs und Blutkrankheiten ein – betont aber stets, dass es ihnen nicht um persönliche Aufmerksamkeit geht, sondern darum, anderen Betroffenen zu helfen.
Der 1. FC Heidenheim unterstützt die Initiative und kooperiert mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs. Bereits beim letzten Spiel in Freiburg hatten sich 688 Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Auch Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçis Leistung – nicht nur sportlich, sondern auch für sein Engagement, das wichtige Thema in den Fokus zu rücken.
Der Sieg bringt Heidenheim vorerst vom letzten Platz der Bundesliga-Tabelle weg, doch die Mannschaft bleibt in der Abstiegszone. Die Rettung ist weiterhin ungewiss. Dinkçis Tor war einer der wenigen Lichtblicke in einer schwierigen Saison. Die Zusammenarbeit mit der DKMS hat bereits Hunderten die Möglichkeit gegeben, sich als Spender zu registrieren. Nun geht es für das Team darum, weitere Punkte zu sammeln, um den Klassenerhalt zu schaffen – während Dinkçi und Cinja gleichzeitig ihren eigenen Kampf gegen die Leukämie fortsetzen.






