02 May 2026, 06:21

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Außenpolitik und fordern UN-Reform mit Deutschland

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind und ein Titel zusätzliche Informationen bereitstellt.

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Außenpolitik und fordern UN-Reform mit Deutschland

Zwei ehemalige Spitzenbeamte haben Deutschland und die USA aufgefordert, bei der Reform der Vereinten Nationen enger zusammenzuarbeiten – und gleichzeitig vor den Risiken der Außenpolitik Donald Trumps gewarnt. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, ein früherer US-Botschafter, plädierten für eine gemeinsame Initiative zur Modernisierung des UN-Sicherheitsrats. Ihr Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der sie Besorgnis über Trumps Haltung gegenüber Europa und internationalen Institutionen äußern.

Heusgen und Murphy kritisierten Trump dafür, Europa eher als Gegner denn als Partner zu behandeln. Sie verwiesen auf seine Infragestellung des US-Engagements in der NATO sowie seine generell unilateralistische Haltung. Zudem warfen sie dem Präsidenten vor, demokratische Kontrollmechanismen zu untergraben, indem er Richter unter Druck setze und erfahrene Beamte aus dem Amt entferne.

Die Autoren wiesen auf die konkreten Folgen von Trumps Politik für die US-Bürger hin, insbesondere durch gestiegene Spritpreise. Sie argumentierten, dass seine unberechenbaren Entscheidungen in der Außenpolitik Instabilität sowohl im Inland als auch weltweit schürten.

Mit Blick auf die Zukunft deuteten sie an, dass ein Sieg der Demokraten bei den Midterm-Wahlen im November das Machtgefüge verändern könnte. Ein Gewinn im Repräsentantenhaus – und möglicherweise auch im Senat – könnte Trumps Einfluss begrenzen. Die beiden Experten prognostizierten zudem, dass ein künftiger demokratischer Präsident die transatlantischen Beziehungen wieder stärken und einen kooperativeren Kurs im EU-Handel einschlagen werde.

Bei der UN-Reform schlagen Heusgen und Murphy einen pragmatischen Ansatz vor: halbpermanente Sitze im Sicherheitsrat. Sie sind überzeugt, dass dieses Modell bessere Chancen hätte, die notwendige Zweidrittelmehrheit in der Generalversammlung zu erreichen. Ihre Strategie zielt darauf ab, den Multilateralismus zu stärken – zu einer Zeit, in der die USA auf der Weltbühne zunehmend allein handeln.

Der Vorschlag skizziert einen Weg, wie Deutschland und die USA durch die UN-Reform ihre Zusammenarbeit neu beleben könnten. Gleichzeitig unterstreicht er die möglichen Konsequenzen von Trumps Politik – sowohl für die amerikanischen Wähler als auch für die globale Stabilität. Das Vertrauen der beiden Experten in ein Comeback der Demokraten deutet darauf hin, dass sie in naher Zukunft eine Chance sehen, die transatlantischen Beziehungen neu auszurichten.

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