Explosion am Bahnhof Thesdorf: Kiosk und Ticketautomat schwer beschädigt
Hans-Werner HövelExplosion am Bahnhof Thesdorf: Kiosk und Ticketautomat schwer beschädigt
Explosion am Bahnhof Thesdorf in Pinneberg: Ticketautomat und Kiosk beschädigt
In den frühen Morgenstunden des 3. März 2026 beschädigte eine Explosion am Bahnhof Thesdorf in Pinneberg einen Fahrkartenautomaten sowie einen benachbarten Kiosk. Nach Hinweisen eines Anwohners, der den Knall gehört und eine flüchtige Person beobachtet hatte, leiteten die Behörden umgehend eine Fahndung ein. Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten.
Die Detonation ereignete sich gegen 3:30 Uhr, woraufhin die S-Bahn-Gleise in beide Richtungen bis 5 Uhr gesperrt werden mussten. Im Anschluss folgte ein Großeinsatz mit Kräften der Landes- und Bundespolizei, unterstützt von einem Hubschrauber der Bundespolizei. Trotz der intensiven Suche konnte zunächst kein Tatverdächtiger ermittelt werden.
Mittlerweile untersuchen Spurensicherer und Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein (LKA) den Tatort. Das LKA hat die Ermittlungen übernommen, während das genaue Ausmaß des Sachschadens noch geprüft wird.
Laut Aufzeichnungen gab es in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland keine dokumentierten Fälle von Sprengfallen an S-Bahn-Stationen. Zwar stiegen die Einbrüche in Fahrkartenautomaten von 18 im Jahr 2024 auf 29 im Jahr 2025 an, doch wurde lediglich ein Vorfall mit Dynamit – am 21. März 2026 in Schloss Holte-Stukenbrock – bestätigt, der jedoch nicht im Zusammenhang mit einer S-Bahn stand.
Die Ermittlungen zur Explosion am Bahnhof Thesdorf laufen unter der Leitung des LKA weiter. Die Behörden werten Beweismaterial aus, um die Ursache zu klären und die Verantwortlichen zu identifizieren. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit an Verkehrsdrehscheiben auf, auch wenn bisher keine ähnlichen Fälle gemeldet wurden.






