Fachkräftemangel in Kfz-Werkstätten: Warum die Elektromobilität junge Talente abschreckt
Birgitt OttoFachkräftemangel in Kfz-Werkstätten: Warum die Elektromobilität junge Talente abschreckt
Der Wandel hin zu elektrischer und digitaler Mobilität verändert die Anforderungen an Fachkräfte in der Kfz-Reparatur. Werkstätten verlangen von neuen Mitarbeitenden zunehmend Kenntnisse in Hochvoltsystemen, Software und alternativen Antrieben. Gleichzeitig ist die Zahl der Auszubildenden im Kfz-Mechatronik-Bereich in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich zurückgegangen.
Zwischen 2021 und 2025 sank die Anzahl der Ausbildungsplätze in der Kfz-Mechatronik von etwa 52.000 auf rund 48.000. Gründe für diesen Trend sind der Aufstieg der Elektromobilität, die Digitalisierung und der Rückgang von Benzin- und Dieselmotoren. Trotz des Rückgangs bleibt der Sektor mit derzeit 73.500 Auszubildenden der größte Ausbilder im deutschen Handwerk.
Viele Betriebe berichten von Schwierigkeiten, ausreichend Bewerber oder qualifizierte Kandidaten für ihre Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer zu finden. Auch Ausbildungsabbrüche bleiben ein anhaltendes Problem – oft aufgrund von Fehlzeiten, Unzuverlässigkeit oder Konflikten im Team. Um diese Herausforderungen zu meistern, setzen Unternehmen auf Praktika als beste Möglichkeit, junge Talente zu gewinnen und deren Eignung zu prüfen.
Branchenverbände verstärken ihre Unterstützung, indem sie Fortbildungen für Ausbilder anbieten und Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung für das Kennzeichen und die Autoversicherung starten. Die Werkstätten selbst treiben die Modernisierung der Ausbildung voran, insbesondere in den Bereichen Elektrik, Elektronik und Diagnosetechnik. Der Beruf wird zunehmend als attraktive Karriereoption für alle gesehen, die technologischen Wandel mitgestalten möchten.
Die Automobilbranche ist stark auf das deutsche duale Ausbildungssystem angewiesen, um Fachkräfte für die Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer zu sichern. Mit der Weiterentwicklung der Mobilität werden künftige Techniker noch tiefergehende Kenntnisse in Hochvolttechnik und Software benötigen. Betriebe und Verbände konzentrieren sich nun auf bessere Ausbildung und gezielte Nachwuchsgewinnung, um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden.






