Fahrradbusse erobern Deutschlands Schulwege – sicher und gemeinsam
George BenthinRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbusse erobern Deutschlands Schulwege – sicher und gemeinsam
Ein neues Konzept für sicheres Radfahren zur Schule gewinnt in Deutschland an Fahrt
Inspiriert vom Bici-Bus-Modell aus Barcelona führen Städte wie Frankfurt und München nun organisierte Gruppenfahrten ein, bei denen Erwachsene Kinder auf dem Weg zur Schule begleiten. Die Initiative soll früh Verkehrskompetenz vermitteln und das Selbstvertrauen der jungen Radfahrer stärken.
Die Idee stammt ursprünglich aus Barcelona, hat sich aber mit Unterstützung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) an deutschen Schulen verbreitet. In Frankfurt sind bereits drei Fahrradbus-Routen unterwegs, eine vierte in Bornheim ist in Planung. Dabei bilden die erwachsenen Begleiter eine schützende Formation um die Kinder, die in der Mitte fahren.
Anders als bei klassischen Radfahrkursen gibt es beim Fahrradbus keine Altersbeschränkung. Oft nehmen auch jüngere Geschwister teil, sodass die Fahrten zu einem Gemeinschaftserlebnis werden. Viele Frankfurter Schulen raten zwar, mit dem Radfahrprüfung erst in der vierten Klasse zu beginnen – der Fahrradbus ermöglicht es Kindern aber, früher damit anzufangen.
Schon im vergangenen Jahr gab es ähnliche Projekte in anderen Teilen Hessens, und die Organisatoren erwarten, dass im Frühjahr weitere Gruppen starten. Da es in Frankfurt an sicheren Übungsflächen mangelt, sind solche Initiativen besonders wertvoll. Unterdessen plant München im Rahmen lokaler Radkampagnen einen eigenen Fahrrad-Bus.
Das Konzept fördert nicht nur die motorischen Fähigkeiten und das Verkehrsbewusstsein der Kinder, sondern könnte langfristig den Schulweg revolutionieren. Wenn immer mehr Städte das Modell übernehmen, könnten Fahrradbusse bald zum Alltag gehören. Die Initiatoren hoffen, dass dadurch mehr Familien das Rad statt das Auto für den Schulweg wählen.






