Falscher Handwerker bestiehlt 83-Jährige in Forchheim – Polizei sucht Zeugen
Hans-Werner HövelFalscher Handwerker bestiehlt 83-Jährige in Forchheim – Polizei sucht Zeugen
Betrügerischer Handwerker stiehlt Geldbörse von 83-Jähriger in Forchheim – Polizei ermittelt
Eine 83-jährige Frau aus Forchheim wurde von einem falschen Handwerker um ihre Geldbörse gebracht, nachdem dieser sich Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft hatte. Der Verdächtige gab sich als Heimwerker aus, bot Reparaturen an und verschwand anschließend mit Bargeld. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen.
In einem separaten Fall hat eine großangelegte internationale Aktion ein umfangreiches Darknet-Netzwerk zur Verbreitung von Kindesmissbrauchsmaterial zerschlagen und weltweit zu Hunderten Festnahmen geführt.
Der Vorfall begann, als die Seniorin einem Fremden öffnete, der behauptete, Handwerker zu sein. Er bot an, Arbeiten auszuführen, woraufhin sie ihn einließ. Nach einer Besichtigung des Kellers überredete er sie, eine Anzahlung zu leisten, und verließ abrupt mit einem Fahrrad das Haus.
Erst später bemerkte die Rentnerin, dass ihre schwarze Ledergeldbörse fehlte. Der Täter wird als 40- bis 45-jähriger Mann beschrieben, etwa 1,80 Meter groß, von durchschnittlicher Statur, mit kurzen schwarzen Haaren und dunklen Augen. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine Baseballkappe, einen schwarzen Kapuzenpulli mit weißer Aufschrift und schwarze Hosen. Die Ermittlungen führt nun die Kriminalinspektion 32, die die Bevölkerung auffordert, verdächtige Beobachtungen zu melden.
Internationale Razzia gegen Darknet-Kindesmissbrauch: Hunderttausende Seiten abgeschaltet
Unterdessen haben Behörden in 23 Ländern im Rahmen der Operation Alice mehr als 373.000 Darknet-Seiten mit Bezug zu Kindesmissbrauchsmaterial lahmgelegt. Die von Februar 2020 bis Juli 2025 laufende und von Europol koordinierte Aktion führte zur Identifizierung von rund 600 Verdächtigen, von denen 440 bereits ermittelt wurden – darunter ein 35-jähriger Chinese, gegen den nun international gefahndet wird.
Allein in Deutschland durchsuchte die Polizei 14 Verdächtige in neun Bundesländern. Ein Mann aus dem Landkreis Forchheim wird wegen versuchten Besitzes von Missbrauchsmaterial angeklagt, bleibt jedoch vorerst auf freiem Fuß, während beschlagnahmte Geräte ausgewertet werden.
Seniorin aus Trier hilft Polizei bei Festnahme von Telefonbetrügern
In einem weiteren Fall trug eine 74-jährige Frau aus Trier maßgeblich dazu bei, vier Verdächtige eines Telefonbetrugs zu überführen. Indem sie vorgab, mit den Tätern zu kooperieren, ermöglichte sie die Festnahme von drei Männern im Alter von 23 bis 30 Jahren, die sich nun in Untersuchungshaft befinden.
Der falsche Handwerker aus Forchheim ist weiterhin flüchtig. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. Die gestohlene Geldbörse wurde bisher nicht gefunden; die Ermittlungen dauern an.
Weltweit hat die Operation Alice zu bedeutenden Festnahmen geführt, wobei im Darknet-Fall derzeit keine weiteren Zeugenaussagen eingeholt werden. Die Verhaftungen im Trierer Telefonbetrug zeigen jedoch, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung für die Bekämpfung von Kriminalität ist.






