FDP-Politikerin erwägt Kandidatur nach Massenrücktritt der Parteispitze
Birgitt OttoFDP-Politikerin erwägt Kandidatur nach Massenrücktritt der Parteispitze
Medienberichte vom Montagnachmittag zufolge zieht eine FDP-Politikerin eine Kandidatur für den Parteivorsitz in Erwägung. Die potenzielle Bewerberin, derzeit Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungausschusses des Europäischen Parlaments, hat ihre Kandidatur jedoch noch nicht offiziell bekannt gegeben. Ihr Interesse kommt nach dem Massenrücktritt des FDP-Bundesvorstands Ende März, der auf enttäuschende Ergebnisse bei den Landtagswahlen folgte.
Die FDP erlebte am 23. März 2026 einen tiefgreifenden Umbruch, als Parteichef Christian Dürr und das gesamte Führungsgremium zurücktraten. Der Schritt erfolgte nach schwachen Wahlergebnissen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Neuwahl der Parteispitze wurde für den Parteitag Ende Mai angesetzt.
Die namentlich nicht genannte Kandidatin betonte in Gesprächen mit Journalisten, sie werde keine internen Machtkämpfe dulden. Sie kritisierte jene, die die Wahl für persönliche Rechnungen nutzen könnten, und warf ihnen vor, das Eigeninteresse über die Zukunft der Partei zu stellen. Stattdessen unterstrich sie ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – notfalls auch in einer geteilten Führungsrolle.
Trotz ihrer aktuellen Verantwortung in der europäischen Sicherheitspolitik räumte sie die bevorstehende hohe Arbeitsbelastung ein. Dennoch zeigte sie sich dankbar für die Chance und äußerte den starken Wunsch, die Zukunft des organisierten Liberalismus mitzugestalten.
Eine offizielle Bestätigung ihrer Kandidatur steht noch aus. Sollte sie antreten, wird der Parteitag am 30. und 31. Mai über die künftige Ausrichtung der FDP entscheiden. Das Ergebnis wird zeigen, wie sich die Partei von ihren jüngsten Wahlniederlagen erholt.






