FDP warnt vor Haushaltschaos: Bergisch Gladbach braucht dringend strukturelle Reformen
Hans-Werner HövelFDP warnt vor Haushaltschaos: Bergisch Gladbach braucht dringend strukturelle Reformen
Die FDP in Bergisch Gladbach hat die anhaltende Debatte der Stadt über Koalitionspolitik kritisiert. Parteimitglieder argumentieren, dass die Diskussionen über politische Bündnisse drängende finanzielle und strukturelle Herausforderungen in den Hintergrund drängen. Sie warnen, dass Verzögerungen bei Entscheidungen die Haushaltsprobleme der Stadt weiter verschärfen könnten.
Ein zentraler Streitpunkt ist der vorgeschlagene Stopp der Personalkosten, der ursprünglich von der CDU während der gescheiterten Haushaltsverhandlungen für 2026 eingebracht wurde. Die FDP betrachtet diese Obergrenze als notwendigen Schritt zur Modernisierung – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Stellen in der Stadtverwaltung in den letzten Jahren um 40 Prozent gestiegen ist. Zudem verweisen sie auf ein erwartetes jährliches Defizit von rund 50 Millionen Euro bis 2030.
Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel wirft vor, dass sowohl konservative als auch liberale Vorschläge von der linken Opposition blockiert würden. Er fordert den Oberbürgermeister auf, die Personalkostenbegrenzung ohne weitere Verzögerungen umzusetzen. Engel betont, dass strukturelle Reformen unerlässlich seien, um die Stadt auf eine Zukunft mit weniger erwerbsfähigen Einwohnern vorzubereiten.
Seine Parteikollegin, die Stadträtin Dorothee Wasmuth, pflichtet ihm bei und mahnt einen Wechsel des Fokus an: Weg von politischen Machtfragen, hin zu praktischen Lösungen. Die FDP anerkennt zwar die harte Arbeit der kommunalen Beschäftigten, besteht jedoch darauf, dass langfristige Planung Vorrang vor kurzfristigen Streitigkeiten haben müsse.
Mit ihrem Vorstoß für einen Stopp der Personalkosten will die FDP die steigenden Ausgaben und demografischen Veränderungen in den Griff bekommen. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Warnung der Partei, drohe Bergisch Gladbach eine weitere finanzielle Belastung. Die Forderung nach sofortiger Umsetzung liegt nun bei der Stadtspitze.






