Flensburger Werft baut erste grüne Forschungsplattform für das DLR
Birgitt OttoErste Neufertigung bei FSG nach Insolvenz - Flensburger Werft baut erste grüne Forschungsplattform für das DLR
Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat mit dem Bau einer neuen 48 Meter langen schwimmenden Forschungsplattform begonnen. Dies ist das erste große Projekt, seit die Heinrich-Rönner-Gruppe die Werft im Januar 2025 übernommen hat. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird das Schiff als schwimmendes Labor nutzen, um grüne Antriebstechnologien zu testen.
Die zuvor insolvente Werft war Ende Januar 2025 von der Heinrich-Rönner-Gruppe übernommen worden. Seitdem waren keine weiteren bestätigten Aufträge oder Projekte bekannt gegeben worden – bis jetzt. Die neue Plattform kombiniert eine diesel-elektrische Antriebsbasis mit einem modularen System, das den Praxistest alternativer Kraftstoffe und Energiekomponenten ermöglicht.
Die Bauarbeiten laufen bereits, die Ablieferung ist für Oktober 2027 geplant. Nach der Fertigstellung wird das Schiff von Kiel aus als Testumgebung für klimafreundliche maritime Lösungen eingesetzt. Unterdessen hat Werftbesitzer Thorsten Rönner angekündigt, in diesem Jahr Angebote für Marineaufträge einreichen zu wollen. Zudem laufen Gespräche mit potenziellen Kunden für weitere Neubauten.
Die Plattform stellt den ersten Neubau der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft unter der aktuellen Führung dar. Ihr Fokus auf grüne Antriebstechnologien entspricht den allgemeinen Bestrebungen, die Emissionen in der Schifffahrt zu reduzieren. Bei Erfolg könnte das Projekt den Weg für weitere Aufträge im zivilen wie im militärischen Bereich ebnen.






