Freediving-Elite kämpft in Chemnitz um nationale Titel und Rekorde
George BenthinApnea DM in Chemnitz: Rekordjagd ohne Luft - Freediving-Elite kämpft in Chemnitz um nationale Titel und Rekorde
Deutschlands Spitzen-Freediver treffen sich in Chemnitz zur siebten Auflage der Nationalen Meisterschaften
In Chemnitz haben sich Deutschlands beste Freediver zur siebten Ausgabe der Deutschen Meisterschaften versammelt. Der Wettbewerb, der nun bereits zum dritten Mal an diesem Standort stattfindet, zieht in diesem Jahr 57 Teilnehmer an – fast doppelt so viele wie beim letzten Mal. Unter ihnen ist Heike Schwerdtner, die amtierende Weltmeisterin und nationale Rekordhalterin in der statischen Disziplin.
Die Meisterschaften umfassen drei zentrale Kategorien: Strecken-, Statik- und Geschwindigkeitsdisziplinen. Beim Statik-Tauchen müssen die Athleten regungslos so lange wie möglich die Luft anhalten. Schwerdtner hält hier mit einer Zeit von neun Minuten und 30 Sekunden den deutschen Rekord.
In der dynamischen Disziplin ohne Flossen streben die Männer an, 175,5 Meter mit einem einzigen Atemzug zurückzulegen, während die Frauen 164 Meter anpeilen. Neben den Spitzenathleten hat sich besonders die Masters-Klasse – offen für Sportler ab 50 Jahren – stark vergrößert. In diesem Jahr geht sogar eine 80-jährige Frau an den Start.
Chemnitz hat sich mittlerweile zu einer Hochburg des Freedivings entwickelt und beherbergt einen der erfolgreichsten Vereine Deutschlands. Auch international erlebt der Sport seit Jahren einen Aufschwung. Bei den AIDA-Weltmeisterschaften 2021 in Litauen traten rund 25 Nationen an. Bis 2025 wird mit über 40 teilnehmenden Ländern bei den Titelkämpfen in Bali gerechnet – getrieben durch wachsendes Interesse in Asien, Afrika und Lateinamerika.
Die Meisterschaft unterstreicht sowohl die Tiefe des deutschen Freedivings als auch die zunehmende internationale Verbreitung des Sports. Mit Rekorden in Strecken- und Ausdauerdisziplinen sowie einem wachsenden Masters-Feld spiegeln die Wettkämpfe eine sich diversifizierende Wettkampfszenen wider. Die Organisatoren erwarten für die nächste Auflage einen weiteren Anstieg der Teilnehmerzahlen.






