Fünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
George BenthinFünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben in Deutschland ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative unterstützt sie dabei, fortgeschrittene Deutschkenntnisse zu erwerben und sich auf eine Karriere im Bildungsbereich vorzubereiten. Die Teilnehmerinnen stammen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien.
Das Programm läuft bis Mitte Dezember 2026 und zielt darauf ab, das Sprachniveau C1 zu erreichen – eine Voraussetzung für berufliche Tätigkeiten in der Pädagogik, etwa für die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder Heilpädagogin. Ohne dieses Niveau bleibt der Zugang zu Studiengängen oder Fachausbildungen in der Regel versperrt.
Die Frauen erkunden dabei verschiedene Berufsfelder jenseits der frühkindlichen Bildung, darunter Sozialassistenz, heilpädagogische Förderung oder Kinderbetreuung. Der Kurs umfasst Hospitationen, Praktika und Coachings sowie Bewerbungstrainings und praktische pädagogische Arbeit in Schulen und Kitas.
Frühere Durchgänge des Programms waren bereits erfolgreich: Viele Absolventinnen arbeiten inzwischen in Kitas oder setzen ihre Ausbildung im Bildungsbereich fort. Oberbürgermeister Becher betonte den doppelten Nutzen: "Das Programm wirkt dem Fachkräftemangel in der Pädagogik entgegen und hilft Zugewanderten gleichzeitig, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren."
Die Initiative bietet Einwanderinnen einen strukturierten Einstieg in den deutschen Bildungssektor. Durch die Kombination von Sprachförderung und Praxisnähe eröffnet sie Perspektiven für eine stabile Beschäftigung und weitere Qualifikationen. Die nächste Gruppe wird ihre Ausbildung bis Ende 2026 abschließen.






