Grüne in Rheinland-Pfalz starten mit rein weiblicher Führung in die Opposition
Birgitt OttoGrüne in Rheinland-Pfalz starten mit rein weiblicher Führung in die Opposition
Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach der Landtagswahl im März ihre Führung neu aufgestellt. Mit 7,9 Prozent der Stimmen endete für die Partei eine 15-jährige Regierungsbeteiligung. Mit nun zehn Sitzen im neuen Landtag bereiten sie sich auf eine stärkere Rolle in der Opposition vor.
Katrin Eder wird die grüne Landtagsfraktion in Mainz als neue Fraktionsvorsitzende anführen. Unterdessen hat der Landesvorstand der Partei Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal besteht er ausschließlich aus Frauen.
Die Grünen verzeichneten einen leichten Rückgang und verloren im Vergleich zur letzten Wahl 1,4 Prozentpunkte. Dennoch behielten sie ihre zehn Sitze im Landtag. Ihr Fokus liegt nun darauf, in der Opposition direkter mit den Wählerinnen und Wählern in Dialog zu treten – sie versprechen, zuzuhören und sich den öffentlichen Anliegen anzunehmen.
Auf dem jüngsten Parteitag wurden zwei neue Co-Vorsitzende für den Landesvorstand gewählt. Carolin Cloos aus Worms setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen durch. An ihrer Seite sicherte sich Christin Sauer, eine 33-jährige Politikerin aus Mainz, mit 63,37 Prozent eine absolute Mehrheit.
Während der Konferenz hob Eder das Projekt „Schwarmkraftwerk“ als grüne Erfolgsgeschichte hervor. Allerdings war die Initiative ursprünglich von Volker Hans, einem FDP-Politiker aus Mainz, ins Leben gerufen worden. Diese Ungenauigkeit fiel auf, als die Partei ihre Pläne für die kommende Legislaturperiode vorstellte.
Die Grünen gehen mit einem rein weiblichen Führungsteam und einer erneuerten Strategie in die Opposition. Mit ihrem Wahlergebnis sind sie nun die fünftstärkste Kraft im Landtag. Der Fokus auf Bürgerbeteiligung und frische Führung markiert für die Partei in Rheinland-Pfalz einen Neuanfang.






