Grüne Woche Berlin feiert 100-jähriges Jubiläum mit kulinarischer Weltreise
Birgitt OttoTulpen-Taufe und Elchfleischbrot: Die Tour zur Grünen Woche - Grüne Woche Berlin feiert 100-jähriges Jubiläum mit kulinarischer Weltreise
Berlins Grüne Woche startet mit Jubiläumstour in ihr 100-jähriges Bestehen
Mit einer gut besuchten Eröffnungsrunde feierte die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin den Auftakt zu ihrem 100-jährigen Jubiläum. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gab dabei sein Debüt auf der Veranstaltung seit Amtsantritt. Die dreieinhalbstündige Tour führte die Gäste durch Ausstellungshallen mit kulinarischen Köstlichkeiten, Getränken und kulturellen Highlights aus aller Welt.
Los ging es bereits um 8:00 Uhr morgens in der Halle von Mecklenburg-Vorpommern, der diesjährigen Partnerregion. Die Teilnehmer hatten an jedem Stand nur wenige Minuten Zeit – für kurze Händedrücke, einen Schluck oder einen schnellen Bissen, bevor es weiterging.
Am niederländischen Stand taufte Minister Rainer eine neue Tulpenart, die Berliner Jubiläumstulpe, indem er sie mit Sekt übergoss. Estland servierte offene Sandwiches mit Elchfleisch auf Roggenbrot. Dagegen gab es am eigenen Stand des Ministeriums sowie beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kaum Erfrischungen. Später wurde das Tempo etwas gemächlicher: Die Ukraine reichte Sekt, Bulgarien bot Börek und traditionelle Tänze, und die Tschechische Republik zapfte Bier. Polen hielt die Stimmung mit Wurstverkostungen aufrecht. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), bezeichnete die Grüne Woche als unverzichtbare Leistungsschau und zentrale Plattform für die Branche.
Nach dreieinhalb Stunden voller schneller Stopp und Genuss endete die Eröffnungsrunde. Die Veranstaltung rückte internationale Esskulturen in den Mittelpunkt und würdigte zugleich ein Jahrhundert Grüne Woche. Organisatoren und Teilnehmer nutzten den Anlass gleichermaßen, um Landwirtschaft, Handel und kulturellen Austausch zu feiern.