Hamburg sucht neue Märkte nach Export-Einbruch in die USA und China
Tschentscher kritisiert US-Handelspolitik - Hamburg sucht neue Märkte nach Export-Einbruch in die USA und China
Hamburg hat signalisiert, dass es seine Handelsbeziehungen über die bisherigen Hauptpartner China und die USA hinaus ausbauen will. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs der Exporte in die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 – vor allem bedingt durch neue Zölle. Gleichzeitig ehrte das traditionelle Matthiae-Mahl zwei herausragende Persönlichkeiten: die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa.
Die Handelsbeziehungen Hamburgs mit den USA erlitten in diesem Jahr einen schweren Dämpfer. Die Exporte brachen in den ersten drei Quartalen 2025 um über 60 Prozent ein, nachdem Washington im August 15-prozentige Strafzölle verhängt hatte. Bundesweit gingen die deutschen Exporte in die USA im gleichen Zeitraum um etwa 10 Prozent zurück. Bürgermeister Peter Tschentscher kritisierte die Zollpolitik scharf und führte sie auf Entscheidungen unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zurück.
Trotz dieses Rückschlags verzeichnete Hamburg insgesamt ein Wachstum im Außenhandel. Die Steigerung deutet darauf hin, dass es der Stadt gelungen ist, ihre Exporte auf andere Märkte auszuweiten. Tschentscher betonte die Bedeutung einer Diversifizierung der Handelsbeziehungen und verwies dabei auf das EU-Kanada-Freihandelsabkommen (CETA) sowie das Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika als positive Beispiele.
Die Wirtschaft der Hansestadt bleibt jedoch anfällig für globale Instabilitäten. Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Verschiebungen und Lieferkettenprobleme stellen weiterhin Risiken dar. Dennoch bekräftigt Hamburg sein Engagement für den internationalen Handel und unterstützt die Bemühungen der Europäischen Union um Freihandelsabkommen.
Beim diesjährigen Matthiae-Mahl – dem ältesten durchgehend veranstalteten Bankett der Welt – stand die europäische Führung im Mittelpunkt. Merkel und Costa wurden als Ehrengäste ausgezeichnet, was die engen Verbindungen Hamburgs zu hochrangiger Diplomatie und Wirtschaft unterstreicht.
Hamburg sucht nun nach neuen Absatzmärkten und stärkeren Partnerschaften, um seine Abhängigkeit von China und den USA zu verringern. Die Handelsstrategie der Stadt setzt auf Resilienz und Diversifizierung, auch angesichts anhaltender globaler Herausforderungen. Mit Freihandelsabkommen als zentralem Baustein blicken die Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft.
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