06 March 2026, 06:22

Hamburgs Hasskriminalität steigt 2025 um 33 Prozent – Rechtsextremismus als Haupttreiber

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Mehr Hasskriminalfälle in Hamburg - Hamburgs Hasskriminalität steigt 2025 um 33 Prozent – Rechtsextremismus als Haupttreiber

Hamburg verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Hasskriminalität. Offizielle Zahlen zeigen einen Zuwachs von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 642 Vorfälle registriert, wobei die Behörden rechtsextreme Ideologien als Hauptursache ausmachten.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Deniz Celik, führte den Anstieg auf rechtsextreme Gesinnungen, Rassismus, Antisemitismus sowie Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen zurück. Sie warnte, diese Entwicklungen gefährdeten den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und forderte entschlossenere Maßnahmen gegen Extremismus.

Von den 642 Fällen wurden 516 rechtsextremen Motiven zugeordnet. 86 gingen auf ausländische Ideologien zurück, 10 auf religiösen Extremismus. Sechs Vorfälle wurden dem linksextremen Spektrum zugerechnet, 24 ließen sich keiner Kategorie zuordnen.

Celik drängte die Hamburger Regierung zum Handeln: Sie forderte eine Ausweitung der Unterstützung für zivilgesellschaftliche Initiativen, nachhaltige Finanzierung von Opferberatungsstellen und eine klare Haltung gegen hassmotivierte Gewalt. Bundesweite Daten unterstreichen das Problem: Deutschland verzeichnete 2025 2.048 anti-queere Hassdelikte – fast das Zehnfache im Vergleich zu 2010.

Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen sank leicht von 320 (2024) auf 304 (2025). Dennoch kämpft Hamburgs Justiz weiterhin mit Bearbeitungsrückständen, die Strafverfolgung und Meldungen verzögern könnten.

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Die Zahlen für 2025 zeigen: Rechtsextremismus bleibt der zentrale Treiber von Hasskriminalität, während Rassismus, Antisemitismus und LGBTQ+-Feindlichkeit anhalten. Die Behörden stehen nun unter Druck, systemische Verzögerungen abzubauen und den Schutz gefährdeter Gruppen zu stärken.

Quelle