Handwerk und Kreis Steinfurt suchen Lösungen gegen Kostenexplosion und Schwarzarbeit
George BenthinHandwerk und Kreis Steinfurt suchen Lösungen gegen Kostenexplosion und Schwarzarbeit
Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich mit Verantwortlichen des Kreises Steinfurt, um drängende Herausforderungen in der Region zu erörtern. Bei dem jährlichen Austausch standen Themen wie steigende Kosten und neue Vergaberegeln im Mittelpunkt – beide Seiten bekräftigten dabei ihre Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit.
Landrat Dr. Martin Sommer empfing die Teilnehmer im Kreishaus. Zu den zentralen Punkten der Gespräche zählten die stark gestiegenen Energiepreise, die unter anderem durch die Spannungen im Iran zusätzlich belastet werden und lokale Handwerksbetriebe finanziell unter Druck setzen. Lieferkettenengpässe und zurückhaltende Investitionen verschärfen die Lage für die Unternehmen in der Region weiter.
Ein weiteres Thema war die Problematik der Schwarzarbeit, deren negative Auswirkungen auf Arbeitsplatzsicherheit und öffentliche Haushalte betont wurden. Illegale Beschäftigung entziehe den Sozialkassen und dem Staat jährlich Milliarden an Steuereinnahmen, hieß es.
Darüber hinaus wurde die Bedeutung der dualen Berufsausbildung für stabile Karrierewege und die Bewältigung von Nachfolgeproblemen im Handwerk diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den anstehenden Änderungen im öffentlichen Vergaberecht, die in Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Neuregelungen zielen darauf ab, Prozesse durch Bürokratieabbau und mehr Flexibilität für Unternehmen zu vereinfachen.
Zum Abschluss der Gespräche unterstrichen sowohl die Handwerkerschaft als auch die Kreisverwaltung ihre vertrauensvolle Partnerschaft und sicherten weitere Dialoge zu den drängenden Fragen zu.
Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig flexible Lösungen sind, um das Handwerk in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen. Angesichts der bevorstehenden Vergaberegeln und des gemeinsamen Engagements für faire Beschäftigungsverhältnisse bleibt die Zusammenarbeit zwischen Kreishandwerkerschaft und Kreisverwaltung ein zentraler Baustein für die Bewältigung regionaler Herausforderungen. Beide Seiten vereinbarten, den Austausch auch künftig fortzuführen.






