Hautkrebsfälle explodieren: Warum wir Sonnenschutz neu lernen müssen
George BenthinHautkrebsfälle explodieren: Warum wir Sonnenschutz neu lernen müssen
Hautkrebsfälle in Deutschland nehmen dramatisch zu – warum Sonnenschutz wichtiger wird denn je
In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle im letzten Jahrzehnt stark erhöht: Allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt. Experten warnen, dass die steigende UV-Strahlung – eine Folge des Klimawandels – das Risiko für sonnenbedingte Erkrankungen weiter erhöht. Doch obwohl ein wirksamer Sonnenschutz heute entscheidender ist als je zuvor, wissen viele nicht, wie sie sich richtig schützen können.
UV-Strahlung gilt als bekannter Krebsauslöser und kann langfristige Hautschäden verursachen. Um sich zu schützen, empfehlen Dermatologen drei zentrale Maßnahmen: die Sonne während der Mittagszeit meiden, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme korrekt anwenden.
Wie Sonnencreme wirkt – und warum die meisten sie falsch nutzen Sonnencreme kombiniert chemische und mineralische Filter, um schädliche Strahlen abzuwehren. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man sich ohne Sonnenbrand der Sonne aussetzen kann im Vergleich zu ungeschützter Haut. Doch für vollständigen Schutz ist die empfohlene Menge entscheidend: zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut – deutlich mehr, als die meisten verwenden.
Nicht alle Sonnencremes sind gleich Die Europäische Kommission rät, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein sollte wie der angegebene LSF. Einige chemische Filter wie Octocrylen zersetzen sich jedoch in Stoffe wie Benzophenon, das die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend für den Menschen einstuft.
Angesichts der mehr als verdoppelten Hautkrebsdiagnosen innerhalb von zehn Jahren wächst das Bewusstsein für Sonnenschutz. Eine korrekte Anwendung von Sonnencreme – zusammen mit anderen Schutzmaßnahmen – kann die Schäden durch UV-Strahlung verringern. Gesundheitsbehörden betonen weiterhin, wie wichtig es ist, die Richtlinien zu befolgen, um die Risiken in einer Zeit zunehmender Sonneneinstrahlung zu senken.






