Hessens Automobilbranche trotzt 2025 der Krise mit E-Auto-Boom und Service-Wachstum
Hans-Werner HövelHessens Automobilbranche trotzt 2025 der Krise mit E-Auto-Boom und Service-Wachstum
Hessens Automobilbranche bewertet 2025 als "solides" Jahr – trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und nachlassender Nachfrage
Trotz konjunktureller Belastungen und schwächerer Kundennachfrage blickt die hessische Automobilwirtschaft auf ein "solides" Jahr 2025 zurück. Zwar gingen die Gesamterlöse leicht zurück, doch einige Bereiche wie der Absatz von Elektrofahrzeugen und das Wachstum im Servicesektor zeigten eine starke Performance.
Die Branchenumsätze sanken auf 29,1 Milliarden Euro, während die Gewinnmargen von 1,6 auf 1,1 Prozent zurückgingen. Die Neuzulassungen von Pkw verringerten sich um 4 Prozent auf 322.461 Fahrzeuge, und auch bei Gebrauchtwagen gingen die Halterwechsel mit 503.091 leicht zurück. Ein Gegentrend zeigte sich jedoch bei Elektroautos: Hier stiegen die Verkäufe von rein batteriebetriebenen Modellen um 47,6 Prozent, bei Plug-in-Hybriden um 35,6 Prozent.
Der Durchschnittspreis für einen Neuwagen kletterte auf 44.780 Euro, während Gebrauchtwagen im Schnitt 18.560 Euro kosteten – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt büßten Markenhändler 6 Prozentpunkte Marktanteil ein und fielen von rund 42 auf 36 Prozent. Unabhängige Händler legten dagegen um 4 Punkte zu, Privatverkäufe stiegen um 2 Punkte. Ausschlaggebend war die Preissensibilität der Käufer: Bei einem durchschnittlichen Netto-Haushaltseinkommen von 3.790 Euro pro Monat stieg die Nachfrage nach günstigeren Gebrauchtwagen.
Der Kfz-Servicebereich entwickelte sich positiv: Die Umsätze stiegen um 5,2 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Privatkunden gaben im Schnitt 604 Euro für Verschleißreparaturen aus, während die Werkstattauslastung mit 91,2 Prozent hoch blieb. Die durchschnittlichen Wartungskosten pro Fahrzeug lagen bei 542 Euro. Bei den Ausbildungszahlen gab es leichte Verschiebungen: 1.842 neue Verträge wurden für Kfz-Mechatroniker abgeschlossen, während kaufmännische Ausbildungsplätze auf 387 zurückgingen.
Für 2026 zeigen sich Branchenvertreter vorsichtig optimistisch und prognostizieren einen Anstieg der Neuzulassungen um 3,5 bis 4 Prozent bundesweit.
Gemischte Bilanz für Hessens Automobilmarkt 2025 Während die Neuwagennachfrage nachgab, verzeichneten Elektrofahrzeuge und der Aftersales-Bereich deutliche Zuwächse. Die Verschiebungen im Gebrauchtwagenmarkt spiegeln veränderte Käuferpräferenzen wider, während die stabile Reparaturnachfrage die anhaltende Bedeutung der Werkstätten unterstreicht. Mit Blick auf 2026 hofft die Branche nun auf eine mögliche Erholung.






