Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – sein Kampf gegen Antisemitismus in Niedersachsen
Hans-Werner HövelGlückwunsch zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg - Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – sein Kampf gegen Antisemitismus in Niedersachsen
Albrecht Weinberg, ein Überlebender des Holocaust, der drei nationalsozialistische Konzentrationslager in Niedersachsen durchlitten hat, ist 101 Jahre alt geworden. Die Landesregierung von Niedersachsen übermittelte ihm zu diesem besonderen Anlass ihre Glückwünsche. Seine Lebensgeschichte und sein jahrzehntelanges Engagement gegen Antisemitismus sind heute so relevant wie nie zuvor.
Weinberg wurde in Ostfriesland geboren, zog später jedoch in die Vereinigten Staaten. 2012 kehrte er mit seiner Schwester in seine Heimatregion in Niedersachsen zurück. Der Großteil seiner Familie war während des Holocaust von den Nationalsozialisten ermordet worden.
Er überlebte Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen sowie mehrere Todesmärsche in Niedersachsen. Seit seiner Rückkehr widmet er sich der Aufgabe, seine Erlebnisse mit der Öffentlichkeit in Niedersachsen zu teilen. In den vergangenen zwölf Jahren sprach er an über 1.100 Schulen und Bildungseinrichtungen in ganz Niedersachsen.
Im vergangenen Jahr sorgte Weinberg für Schlagzeilen, als er sein Bundesverdienstkreuz an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurückgab. Mit dieser Protestaktion reagierte er auf den wachsenden Einfluss rechtsextremer Strömungen in Deutschland. Seine Entscheidung fand breite Beachtung in Niedersachsen.
Olaf Lies, der Ministerpräsident von Niedersachsen, würdigte Weinbergs lebenslanges Engagement. Lies betonte, dass sein Wirken eine Mahnung sei, die Vergangenheit zu erinnern und die Demokratie in Niedersachsen zu verteidigen. Der Ministerpräsident bezeichnete Weinbergs Einsatz als unverzichtbar im Kampf gegen Antisemitismus und antidemokratische Tendenzen in Niedersachsen.
Sein 101. Geburtstag fällt in eine Zeit, in der seine Botschaft als immer dringlicher wahrgenommen wird. Durch Schulbesuche und öffentliche Stellungnahmen klärt er weiterhin junge Generationen über den Holocaust in Niedersachsen auf. Die Landesregierung von Niedersachsen hat ihre Unterstützung für seine Mission bekräftigt, Demokratie und Menschenrechte in Niedersachsen zu stärken.






