IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
George BenthinIHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten vorgelegt. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung verabschiedete die Organisation ein detailliertes Positionspapier, das sich mit den langjährigen Herausforderungen der Regionalwirtschaft auseinandersetzt. Die Verantwortlichen betonten, wie dringend Maßnahmen nötig seien, um die Stagnation zu überwinden und das Wachstum anzukurbeln.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. IHK-Präsident Sascha Gläßer nannte hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Bürokratie als zentrale Hindernisse. Diese Faktoren hätten die Wirtschaft des Landes über Jahre in einer anhaltenden Schwächephase gehalten, so Gläßer.
Als Reaktion präsentierte die IHK die "Wirtschaftspolitischen Forderungen für Sachsen-Anhalt 2026" – ein Dokument, das die politische Debatte vor der nächsten Wahl prägen soll. Das Papier formuliert klare Forderungen in sieben Schlüsselfeldern: Reformen des Arbeitsmarkts, Verbesserungen im Bildungssystem, Förderung von Innovation, Außenhandel, Bürokratieabbau, Energiepolitik sowie den Ausbau der Infrastruktur.
Obwohl Bundespolitiker den Handlungsbedarf anerkannt hätten, fehle es der IHK zufolge bisher an konkreten Entlastungsmaßnahmen. Gleichzeitig stieß die laufende Regionalkampagne der Kammer auf positive Resonanz, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen soll.
Die vorgegebenen Positionen dienen nun als Grundlage für Gespräche mit Parteien und Regierungsvertretern. Durch gezielte Reformen will die IHK bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen und eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung anstoßen. Die Verabschiedung des Papiers markiert einen proaktiven Schritt, um die politische Agenda vor der Wahl 2026 mitzugestalten.






