Ilse Aigner als Bundespräsidentin? Söders Überraschungskandidatin spaltet die Union
Birgitt OttoIlse Aigner als Bundespräsidentin? Söders Überraschungskandidatin spaltet die Union
Bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner ist als mögliche Kandidatin für das Amt des nächsten Bundespräsidenten ins Gespräch gebracht worden. Der Vorschlag stammt von Markus Söder, dem Vorsitzenden der CSU, und hat innerhalb der Unionsparteien Diskussionen ausgelöst. CDU und CSU wollen nun im Laufe des Sommers eine gemeinsame Personalempfehlung erarbeiten.
Söder schlug Ilse Aigner, eine ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin, für das Präsidentenamt vor. Der Schritt überraschte die CDU-Spitze, die mit einer solchen Nominierung aus München nicht gerechnet hatte. Aigner amtiert derzeit als Präsidentin des bayerischen Landtags und ist für ihren Fokus auf Bürgerbeteiligung bekannt.
Auch in der CDU werden weitere Namen gehandelt. Bundesfamilienministerin Karin Prien soll einer Kandidatur offen gegenüberstehen, während Annegret Kramp-Karrenbauer, die Chefin der Konrad-Adenauer-Stiftung, erste Gespräche über eine mögliche Bewerbung geführt hat. Der CDU-Politiker Philipp Amthor begrüßte zwar die Idee einer Bundespräsidentin, verwies aber auf mehrere starke Bewerberinnen und Bewerber.
Die Unterstützung für Aigner wächst rasant. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union, lobte sie als integrative Persönlichkeit. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, betonte, dass jede gut geeignete Kandidatin oder jeder Kandidat auf die Rückendeckung der Partei zählen könne.
Die Unionsparteien werden ihre Empfehlung in den kommenden Monaten finalisieren. Sollte Aigner nominiert werden, brächte sie Erfahrungen aus der Landes- und Bundespolitik mit. Die Entscheidung wird die nächste Phase der deutschen Präsidentschaftsnachfolge prägen.






