21 April 2026, 06:20

Inflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – doch wer zahlt die Rechnung?

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit einem Porträt eines Mannes auf schwarzem Hintergrund.

Inflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – doch wer zahlt die Rechnung?

Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, den steuerfreien Inflationsausgleichsbonus in Höhe von 1.000 Euro bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern. Die Entscheidung folgt auf monatelange Debatten und Anpassungen, um Bedenken von Arbeitgebern und Wirtschaftsverbänden Rechnung zu tragen.

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Das Koalitionsgremium hatte den Bonus erstmals am 12. April 2026 beschlossen. Seitdem sind die Kosten für die Verlängerung über die ursprünglichen Schätzungen hinausgestiegen und belaufen sich mittlerweile auf insgesamt 2,8 Milliarden Euro an Entlastungen. Mehr Unternehmen als erwartet haben die Förderung in Anspruch genommen, was die Ausgaben in die Höhe getrieben hat.

Kritik kam vor allem von Arbeitgebern und Wirtschaftsverbänden, die auf den finanziellen Druck und die kurze Umsetzungsfrist hinwiesen. Als Reaktion darauf passte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das Programm an: Unternehmen können den Bonus nun in voller Höhe, teilweise oder erst im Jahr 2027 auszahlen.

Um die entgangenen Steuereinnahmen auszugleichen, plant die Bundesregierung für 2026 eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die Koalitionsfraktionen sollen den finalen Beschlussentwurf an diesem Mittwoch im Bundestag billigen.

Die überarbeitete Vereinbarung bietet Unternehmen mehr Flexibilität und verlängert gleichzeitig die Unterstützung für Beschäftigte. Das gesamte Entlastungspaket umfasst nun 2,8 Milliarden Euro, wobei die Tabaksteuererhöhung einen Teil der finanziellen Belastung abfedern soll. Der Bundestag wird voraussichtlich noch in dieser Woche über die Maßnahme abstimmen.

Quelle