Jugendherbergen in Deutschland verzeichnen deutlichen Rückgang bei Übernachtungen 2025
Hans-Werner HövelWeniger Gäste in Jugendherbergen in Thüringen - Jugendherbergen in Deutschland verzeichnen deutlichen Rückgang bei Übernachtungen 2025
Jugendherbergen in ganz Deutschland registrierten 2025 weniger Gäste – die Zahl der Übernachtungen sank bundesweit um 2,8 Prozent. Besonders ausgeprägt war dieser Trend in Thüringen, wo die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 3,7 Prozent zurückgingen. Der Rückgang spiegelt die anhaltenden Veränderungen im Reiseverhalten seit der Pandemie wider, vor allem bei Schulklassen, die den größten Anteil der Gäste stellen.
Bundesweit zählte der Deutsche Jugendherbergsverband (DJH) im Jahr 2025 insgesamt 8,8 Millionen Übernachtungen. Schul- und Klassenfahrten machten dabei 42 Prozent der Besuche aus und blieben damit die dominierende Gästegruppe. Dennoch lagen die Zahlen unter denen des Vorjahres und markierten einen spürbaren Rückgang.
In Thüringen fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Die 16 Jugendherbergen des Landes mit insgesamt 2.037 Betten verzeichneten 190.650 Übernachtungen – ein Minus von 3,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Auch die Gästezahl sank: Rund 80.800 Besucher zählte man 2025, fast 5.000 weniger als im Vorjahr. Schulklassen blieben mit etwa zwei Dritteln aller Aufenthalte die wichtigste Gruppe.
Seit der Pandemie haben sich die Buchungsgewohnheiten verändert. Viele Gäste in Thüringen reservieren nun erst ein oder zwei Tage im Voraus – ein deutlicher Wandel gegenüber der Zeit vor 2020. Trotz des Rückgangs wurde 2025 in Gotha eine neue Herberge eröffnet, was die Kapazitäten erweitert.
Der Rückgang bei den Übernachtungen betrifft sowohl Thüringen als auch den Rest Deutschlands. Da Schulfahrten weiterhin die Hauptgästegruppe stellen, muss sich die Branche weiterhin auf veränderte Reiseplanungen und Nachfrage einstellen. Die Eröffnung der neuen Herberge in Gotha zeigt jedoch, dass man sich anpasst – auch wenn die Gesamtzahlen schrumpfen.






