Kanadas Segel-Pionier kämpft um die Ocean Race Europe als Sprungbrett zur Vendée Globe
Hans-Werner HövelKanadas Segel-Pionier kämpft um die Ocean Race Europe als Sprungbrett zur Vendée Globe
Der kanadische Segler Scott Shawyer strebt an, als Erster seines Landes an der Vendée Globe 2028-29 teilzunehmen. Um sich vorzubereiten, nutzt er die anstehende Ocean Race Europe als wichtigen Meilenstein auf diesem Weg. Doch seine erst wenige Tage vor dem Start verkündete Kampagne wirft Fragen nach der Vorbereitung des Teams auf.
Shawyers Weg war bisher alles andere als einfach. Beim Rolex Fastnet Race erlitt sein Team einen schweren Rückschlag, der sie zum Aufgeben zwang. In letzter Minute musste das Boot nach Cherbourg gebracht werden, um dringende Reparaturen durchzuführen. Nun kämpft die Crew gegen die Zeit, um rechtzeitig vor Beginn der Ocean Race Europe am 10. August Kiel zu erreichen.
Sein Team besteht aus einigen der erfahrensten Namen im Hochseesegeln. Sébastien Marsset, seit 2019 in der IMOCA-Klasse aktiv, hat bereits acht große Regatten absolviert, darunter die Vendée Globe 2024, zwei Transat Jacques Vabre-Wettfahrten und die Route du Rhum 2022. Zudem bringt er Erfahrung aus zwei Volvo Ocean Races mit.
Ein weiterer Schlüsselspieler ist Brian Thompson, ein Veteran der Weltumsegelung. Er gewann die Volvo Ocean Race und half, den Rekord für den Jules Verne Trophy aufzustellen. Christopher Pratt steuert über 15 Jahre IMOCA-Erfahrung bei, hat für Spitzenmannschaften gesegelt und mit Segellegenden zusammengearbeitet. Pip Hare, bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und ihren Scharfsinn, machte aus ihrem vorzeitigen Ausscheiden bei der Vendée Globe 2024-25 einen beliebten Videoblog.
Trotz chronischer Seekrankheit bleibt Shawyer entschlossen, aus dem Teamwork zu lernen. Allerdings könnte er aufgrund dieser Herausforderung nicht jede Etappe des Rennens bestreiten.
Die späte Ankündigung des kanadischen Teams und die jüngsten Rückschläge erhöhen den Druck im Vorfeld der Ocean Race Europe. Ihr Abschneiden in Kiel wird ein entscheidender Test sein – auf dem Weg zu Shawyers ultimativem Ziel: der Vendée Globe 2028-29. Die Regatta wird zeigen, ob ihre Erfahrung und die schnellen Reparaturen ausreichen, um auf höchstem Niveau mithalten zu können.






