16 March 2026, 18:28

Leipzigs Kampf gegen hohe Personalausweis-Kosten eskaliert gegen Bundesdruckerei

Ein altes Dokument mit Handschrift, das wie ein von der deutschen Regierung ausstelltes Zertifikat aussieht und ein Logo oben trägt.

Leipzig streitet mit Bundesregierung über erhöhte Kosten für Personalausweise - Leipzigs Kampf gegen hohe Personalausweis-Kosten eskaliert gegen Bundesdruckerei

Leipzig im Streit mit Bundesdruckerei über steigende Kosten für Personalausweise

Die Stadt Leipzig liegt im Clinch mit der Bundesdruckerei wegen der stark gestiegenen Preise für Personalausweise. Nach Angaben der Kommune macht sie bei jedem Dokument für unter 24-Jährige Verluste. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat nun die Bundesregierung aufgefordert, einzugreifen und die Gebühren anzupassen, die Städte und Gemeinden erheben dürfen.

Streit um neue Preisstruktur für Ausweisdokumente Seit 2026 sind die Kosten für Personalausweise von Minderjährigen unter 24 Jahren von 22,80 Euro auf 27,60 Euro pro Karte gestiegen. Die Bundesdruckerei stellt Leipzig jedoch 29,61 Euro pro Dokument in Rechnung – für die Stadt bleibt damit ein Minus von 2,01 Euro pro Ausweis.

Leipzig weigert sich, die Differenz auszugleichen, und überweist weiterhin nur den alten Betrag von 27,23 Euro. Dieser Widerstand führt zu einem geschätzten jährlichen Verlust von rund 170.000 Euro. Das Bundesinnenministerium bestätigt zwar die höheren Abrechnungen, verweist aber auf ein gemischtes Kostenberechnungsmodell der Bundesdruckerei.

Deutscher Städtetag unterstützt Leipzigs Position Der Deutsche Städtetag steht hinter der Stadt und fordert eine stärkere zentrale Steuerung des Pass- und Ausweissystems, um ähnliche Konflikte künftig zu vermeiden. Oberbürgermeister Jung betont, dass Kommunen ohne Gebührenanpassung weiterhin unter der finanziellen Belastung durch steigende Produktionskosten leiden werden.

Auch für Erwachsene ab 24 Jahren sind die Preise für Personalausweise deutlich gestiegen – von 37,00 Euro auf 46,00 Euro. Die Gründe für diese Erhöhungen bleiben jedoch unklar, da keine detaillierten Angaben zu den Kostentreibern vorliegen.

Finanzielle Belastung für Kommunen durch zentrale Preispolitik Der Streit zeigt, welchen Druck Preisänderungen auf zentraler Ebene auf lokale Haushalte ausüben. Da Leipzig die zusätzlichen 2,01 Euro pro Ausweis nicht zahlen will, wird die Stadt weiterhin Verluste machen – es sei denn, die Gebühren werden überarbeitet. Das Ergebnis dieses Konflikts könnte wegweisend dafür sein, wie andere Kommunen künftig mit ähnlichen Kostensteigerungen umgehen.

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