24 March 2026, 06:25

Lilli Tollkiens Debütroman enthüllt eine zerrissene Kindheit in Berlins WG-Szene

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Berlins Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Texten über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

Lilli Tollkiens Debütroman enthüllt eine zerrissene Kindheit in Berlins WG-Szene

Ein neues Buch enthüllt die erschütternde Kindheit von Lilli Tollkien, die damals als Lale bekannt war und in den 1980er-Jahren in einer chaotischen Berliner Männer-WG aufwuchs. Ihre Geschichte, geprägt von Vernachlässigung, Missbrauch und Überlebenskampf, erzählt sie nun in ihrem Debütroman "Mit beiden Händen den Himmel stützen", der im März 2026 erscheinen wird.

Lales frühes Leben war von Instabilität geprägt. Mit nur achtzehn Monaten wurde sie in staatliche Obhut genommen, nachdem sie Rohypnol-Tabletten verschluckt hatte, während ihre heroinabhängige Mutter betäubt und unfähig war, sich um sie zu kümmern. Ihr Vater, ein Kleinkrimineller mit Verbindungen zur linksradikalen APO-Bewegung, saß zu dieser Zeit im Gefängnis.

Schließlich kehrte sie in die WG zurück, wo revolutionäre Debatten eine düstere Realität überdeckten. Exzessives Trinken, harte Drogen und endlose Partys bestimmten den Alltag. Frauen kamen und gingen, doch Lale blieb – von frühester Kindheit an Gefahr und giftigen Substanzen ausgesetzt.

Als Kind erlitt sie sexuellen Missbrauch durch einen der WG-Bewohner. Die Schule wurde ihr einziger Zufluchtsort – bis zur Pubertät, als Sucht und instabile Freundschaften ihr Leben prägten. Unterdessen zog ihr Vater später in dieselbe WG, ohne von ihrem Leid zu wissen.

Mittlerweile als Lilli Tollkien bekannt, arbeitete sie als Suchtberaterin im Gefängnis, als Berufscoach und als Bühnenbildnerin. Ihr Roman basiert direkt auf ihren Erfahrungen und bietet einen schonungslosen Bericht über das Überleben in einer Welt aus Vernachlässigung und Extremismus.

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Tollkiens Buch erscheint im März 2026 im Aufbau Verlag. Es dokumentiert eine Kindheit zwischen radikaler Politik, Drogenmissbrauch und systemischem Versagen. Die Erinnerung steht zugleich als persönliche Abrechnung und als schonungsloses Zeugnis einer turbulenten Epoche der Berliner Geschichte.

Quelle