17 March 2026, 18:24

Lufthansa will Pilotenrenten reformieren – Überbrückungszahlungen fallen weg

Schwarze und weiße Fotografie von zwei Männern im Cockpit eines Flugzeugs, einer sitzt im Pilotensitz und trägt eine Uniform, der andere steht neben ihm, beide haben einen ernsten Gesichtsausdruck.

Lufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenkonten vor - Lufthansa will Pilotenrenten reformieren – Überbrückungszahlungen fallen weg

Lufthansa legt neuen Rentenreformvorschlag für Piloten vor

Die Lufthansa hat einen neuen Vorschlag zur Altersvorsorge für ihre Piloten vorgelegt, mit dem die sogenannten Überbrückungszahlungen für den vorzeitigen Ruhestand schrittweise abgeschafft werden sollen. Das Vorhaben folgt ähnlichen Reformen bei anderen großen Airlines wie KLM und British Airways. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wird das Angebot nun eingehend prüfen.

Nach dem aktuellen System erhalten Lufthansa-Piloten Überbrückungszahlungen, wenn sie vor dem gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Airline argumentiert jedoch, dass dieser Anspruch für diejenigen entfällt, die bis zum regulären Renteneintrittsalter weiterfliegen. Der neue Vorschlag sieht vor, diese vorzeitigen Ausgleichszahlungen für künftige Fälle zu streichen.

Das Unternehmen verweist auf jüngste Änderungen bei KLM und British Airways. In den vergangenen fünf Jahren stellte KLM seine betriebliche Altersvorsorge von einer leistungsorientierten Rente auf ein hybrides Modell um, um die Kosten zu senken und ein Defizit von 20 Milliarden Euro zu verringern. British Airways hingegen überführte sein Rentendefizit in Höhe von 17 Milliarden Pfund in einen Master-Trust und erhöhte die Arbeitnehmerbeiträge auf zwölf Prozent. Beide Airlines strichen zudem die Option auf vorzeitigen Ruhestand für neu eingestelltes Personal.

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Lufthansas Plan enthält eine wichtige Übergangsregelung: Piloten, die bereits kurz vor dem Anspruch auf Überbrückungszahlungen stehen, sollen diese weiterhin erhalten. Die durch die Abschaffung der vorzeitigen Rentenleistungen eingesparten Mittel könnten stattdessen in die betriebliche Altersvorsorge fließen und die Auszahlungen um bis zu 50 Prozent erhöhen.

Die Gewerkschaft VC hat den Vorschlag bestätigt erhalten und wird ihn in ihrem Verhandlungsgremium beraten, bevor sie eine Stellungnahme abgibt.

Das Angebot der Airline entspricht einem branchenweiten Trend, bei dem Fluggesellschaften ihre Rentensysteme reformieren, um die langfristigen Kosten zu senken. Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde dies eine deutliche Veränderung in der Gestaltung der Altersversorgung für Lufthansa-Piloten bedeuten. Die Prüfung durch die Gewerkschaft wird die nächsten Schritte in den Verhandlungen bestimmen.

Quelle