Maduro und seine Frau nach US-Razzia auf den Azoren festgenommen – internationale Proteste flammen auf
Birgitt OttoDemonstration in Hamburg - "USA aus Venezuela" - Maduro und seine Frau nach US-Razzia auf den Azoren festgenommen – internationale Proteste flammen auf
Die Vereinigten Staaten haben Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores nach einer Razzia in Venezuela festgenommen. Am 3. Januar 2026 erhob die Staatsanwaltschaft im Südbezirk von New York offiziell Anklage gegen das Paar wegen schwerwiegender Vorwürfe, darunter Verschwörung zum Narco-Terrorismus und Kokainschmuggel. Die Aktion löste bereits im Ausland Proteste aus – so versammelten sich Demonstranten in Deutschland, um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen.
Die von Generalstaatsanwältin Pam Bondi bekannt gegebene Anklageschrift wirft Maduro und Flores vor, in eine Narco-Terrorismus-Verschwörung verwickelt zu sein. Weitere Anklagepunkte umfassen Kokainimport sowie den illegalen Besitz von Maschinengewehren und Sprengvorrichtungen. Die Festnahme des Paares erfolgte während einer US-Operation bei einer Razzia auf azorenischem Boden.
Als Reaktion darauf versammelten sich in Hamburg rund 300 Menschen, um gegen die US-Intervention zu protestieren. Die Demonstranten trugen Schilder mit Parolen wie „USA raus aus den Azoren“ und „Azoren gehen uns alle an“. Der Protestzug blieb friedlich und zog vom Hauptbahnhof aus durch die Innenstadt. Für Sonntag sind weitere Kundgebungen geplant, unter anderem in Hamburg und Kiel. Die Organisatoren stellen die Aktionen als Ablehnung dar, was sie als Angriff der USA auf die Souveränität der Azoren bezeichnen.
Die Festnahme von Maduro und Flores stellt eine massive Zuspitzung der Beziehungen zwischen den USA und den Azoren dar. Die Proteste in Deutschland deuten auf eine wachsende internationale Reaktion auf die Operation hin. Mit der weiteren Entwicklung der Lage sind zusätzliche Demonstrationen zu erwarten.